703Dornbirn´s Stadtarchivar Mag. Werner Matt führte eine interessierte Gruppe zu den vielfach unbekannten, versteckten Ecken in der Innenstadt.

Der Rundgang begann am Marktplatz, wo die Geschichte vom Dornbirner Wappen und die Entstehung des Kirchengebäudes erklärt wurde. Denkanstöße des Künstlers Hubert Matt liefern die Schächte, die er neben dem Kirchturm auf das kleine Territorium setzte. “Layer“ ist der Titel der Intervention und der Künstler setzte seine Gedanken hinein und will damit zum Nachdenken anregen.

Beim Besuch des Innenraumes der Kirche wies Mag. Matt auf die während der Restaurierung freigelegten Fresken und die nachkonziliäre Umgestaltung des Kirchenraumes hin. Über die neue Fußgängerzone führte der Weg zum SPZ und dem darin plazierten Kunstwerk, geschaffen vom Künstler Flatz. Ein auf den Kopf gestelltes Haus soll die große Veränderung der Stadt- von der Gartenstadt zu einer Wirtschaftsmetropole – darstellen.

Im Gebäude der Mittelschule zeigte der Stadtarchivar die schöne Knabenfigur, die der Bildhauer Gehrer geschaffen hatte. In der Annagasse steht ehemalige BG-Direktorhaus, deren Bewohner dort während des Nationalzozialismus niederträchtig behandelt wurde. Die Geschichte des „Zünd-Hauses“,  das heute ein Minifest der Moderne darstellt, beeindruckte alle Anwesenden.

Zum Abschluss der einmaligen Entdeckungsreise zu den versteckten Ecken erklärte Mag. Matt vor dem ehemaligen Ulmer-Haus am Marktplatz wie sich im 18. Jhd. Liebesgeschichten in der gehobenen Gesellschaft abgespielt hatten und las aus den Liebesbriefen von Anton Ulmer und Creszentia Schatzmann  vor. Helga Dünser bedankte sich bei Mag. Matt für die äußerst interessante Führung zu den unbekannten Ecken in Dornbirn.