18.03.2026 Wanderung nach Göfis
Der Sunnahof in Tufers bei Göfis ist bei uns im Unterland meist nur vom Hören und Sagen bekannt – die wenigsten waren tatsächlich schon einmal dort. Dabei handelt es sich um eine Heimstätte für Menschen mit Behinderung, die in verschiedenen Arbeitsprojekten eingebunden sind.
Bei frühlingshaftem Wetter und milden Temperaturen machten sich 24 Personen in Fahrgemeinschaften auf den Weg, um diese wichtige Institution im Rahmen einer Wanderung zu besuchen. Am Parkplatz beim Sunnahof angekommen, ging es bald darauf entlang des alten Walgauwegs zum ersten Ziel, dem Schwarzen See. Absperrungen entlang der Fahrstraße für Frösche, die zum Ablaichen dorthin wandern, deuteten bereits auf den herannahenden Frühling hin. Auffangnetze für Steine säumten unseren Weg bis hinauf zum zweiten Etappenziel, dem Kletterfelsen. Was muss das wohl für ein Gefühl sein, kopfüber einen Felsen zu erklimmen?
Weiter ging es zum dritten Ziel, der „Vatlära“, einer prähistorischen Siedlung zwischen Göfis und Satteins. Auch Legenden und Geschichten ranken sich um diesen Ort – etwa jene über einen gespaltenen Stein, der zwei Zwerge verschluckt haben soll.
Das vierte Ziel und zugleich der höchste Punkt unserer Wanderung war der Spiegelstein mit einer prachtvollen Aussicht über die Schweizer Bergwelt, den Rätikon, Göfis, Rankweil und das Rheintal. Leider blies ein kalter Wind so stark, dass wir uns eine windgeschützte Plattform suchen mussten, um uns auszuruhen, etwas zu trinken und zu essen. Unser Wanderführer Manfred wusste genau, wo sich ein solcher Platz finden lässt: ein herrliches Fleckchen mit Tischen und Bänken, wärmenden Sonnenstrahlen und einer Atmosphäre, die das Herz erwärmte. So konnten die mitgebrachten Köstlichkeiten in aller Ruhe genossen werden. Zusätzlich wurde auch von innen mit einem „Guten Luise“-Schnaps nachgeholfen.
Das fünfte Etappenziel war der Friedhof der Valduna – ein Soldatenfriedhof aus dem Zweiten Weltkrieg sowie eine Ruhestätte für allzu früh verstorbene Kinder.
Das sechste und letzte Ziel war schließlich die Gaststätte des Sunnahofs. Unsere reservierten Tische waren bereits vorbereitet. Nach der Bestellung der Getränke wurde uns eine geschmackvoll angerichtete Platte mit vielen Köstlichkeiten serviert. Es ist bemerkenswert, mit welcher Lebensfreude, Freundlichkeit und Motivation die Menschen dort arbeiten – davon könnten sich viele eine Scheibe abschneiden. Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team des Sunnahofs!
Nach einem Rundgang über das gesamte Areal mit Tierprojekten, Gärtnerei, Lama-Trekking, Spielplatz und landwirtschaftlicher Nutzung machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg ins Rheindelta. Mit vielen Eindrücken, Emotionen und neuen Erfahrungen im Gepäck sowie der Freude, eine neue Gegend kennengelernt zu haben, ließ man den Tag in der Alten Schule in Höchst gemütlich ausklingen.
