23.07.1925 – Wanderung auf den Feuerstätterkopf

23.07.1925 – Wanderung auf den Feuerstätterkopf

Wetterbedingt nach einem durchwachsenen Start in die neue Woche hellte es Dienstag Nachmittag auf und der Mittwoch versprach ein wunderschöner Tag zu werden, bevor es dann am Donnerstag wieder zu regnen begann.Aus diesem Anlass trafen sich 19 Wanderfreudige Vorarlberg 50 plus Mitglieder am Kirchplatz Höchst um mittels Fahrgemeinschaft nach Sibratsgfäll zu gelangen und den 1645 m hohen Feuerstätterkopf zu erwandern. Direkt bei der Kirche in Sibratsgfäll ging es bergwärts, vorbei an herrlich blühenden Magerwiesen, Almen und jede Menge Weidevieh. Vorbei an der Wendelin Kapelle, der Lustenauer Riesalpe und hinauf zum Feuerstätterkopf. Der Anstieg zum Gipfelkreuz war nicht von schlechten Eltern, aber dafür wurden wir mit einer herrlichen Rundumsicht wie das Renkknie, Sulzberg oder Doren belohnt. Sogar der Bodensee konnte von dieser Anhöhe bestaunt werden. Das super „Bänkle“ am Gipfelkreuz wurde sofort in Beschlag genommen um die mitgebrachte Jause zu verzehren. Natürlich durfte auch ein Bregenzerwälder Gesundheitsschnäpsle von Birgit nicht fehlen. Die am Gipfelkreuz wachsenden Heidelbeeren begannen auch schon zu zittern, war doch der Blick von den Teilnehmern schon zielsicher auf sie gerichtet.Die Zeit verging wie im Flug und der Abstieg nahte. Über die Parzelle Rindberg ging es wieder zurück nach Sibratsgfäll.Diese Parzelle wurde durch gigantische Hangbewegungen im Jahre 1999 schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ein Hang in der Größe von 250 Fußballfelder geriet in Bewegung. Menschen, Wohn- und Ferienhäuser, Tiere, Wald, Wiesen, Straßen und Alpgebäude waren davon betroffen. Ebenfalls die Wendelin Kapelle. Sie wurde 40 Meter nach unten verschoben, zwar stark zerstört, aber nicht vollkommen vernichtet. Anders die Marienkapelle , diese wurde total zerstört. Die Wendelin Kapelle wurde im Jahre 2019 wieder vollständig saniert und die Marienkapelle (erbaut im Jahre 1694) wurde 2007 ein zweites Mal wieder neu aufgebaut.Die vielen Messstationen und Tafeln erinnern noch heute an diese damals stattgefundenen gigantischen Erdbewegungen.Bei unserem fahrbaren Untersatz angekommen, Wanderschuhe und Stöcke im Auto versorgt ging es durch den herrlichen Bregenzerwald wieder zurück ins Rheindelta wo wir bereits in der „Alten Schule“ erwartet und mit genüsslichen Essen und kühlen Getränken verwöhnt wurden.

Sogar ein „Schnäpsle“ auf das Haus wurde uns serviert, bevor dieser wunderschöne Wandertag zu Ende ging.

Manfred Leipold