5tägige Busreise vom Bodensee zum Neusiedlersee
Es war eine lange Anfahrt ins Burgenland zu unserem Domizil „Mörbischer Hof“, nur unterbrochen zum Mittagessen im „Grünauer Hof“ in Wals. Man war dann am Ende froh, als man die Zimmer beziehen konnte.
Der nächste Tag war dicht gedrängt von Unternehmungen. Der Besuch der Landeshauptstadt ist Pflicht und eine Führung im Haydndom und durch die Innenstadt ein Muss. Wir ließen uns erzählen, das Eisenstadt mit seinen 25 000 Einwohnern die kleinste Bundeshauptstadt ist. Alles dreht sich um Esterhazy, der Fremdenführer betonte die politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung dieser alten Adelsfamilie in der Vergangenheit wie in der Gegenwart. Nach der Mittagspause ging es zu einer zweistündigen spannenden Führung in den Steinbruch St Margarethen, wo über Jahrtausende Material für monumentale Bauwerke gewonnen wurde. Von den Römern für die Stadt Vindobona, von den Habsburgern für den Stephansdom und für die Ringstraßenpaläste. Heute wird dort große Oper gespielt unter der Schirmherrschaft der Familie Esterhazy. Nach so viel Kulturvermittlung war Entspannung bei einer Weinprobe in Rust beim Weingut Schreiner angesagt. Dort aber stillten wir erst den Wissendurst über Weinbau und Winzerei, bevor man zum Wesentlichen kam, der Weinverkostung.
Am Mittwoch, es war der dritte Tag, ging es per Bus rund um den See mit Aufenthalt in Podersdorf beim Leuchtturm und in Frauenkirchen mit der Basilika „Maria auf der Heide“ Ein eifriger Reiseführer moderierte nonstop. In Illmitz bei einer üppigen Weinprobe und einer deftigen Winzerjause wurde es wieder ganz entspannt. Ein Ausflugsboot brachte uns am Abend auf kürzestem Weg quer übern See wieder nach Mörbisch. Bei dieser Gelegenheit konnte man auch die Seebühne vom See aus in Augenschein nehmen. Ein Abstecher an die ehemalige Staatsgrenze zu Ungarn war auch noch drin, bevor der Bus uns zum Hotel brachte. Vom ehemaligen eisernen Vorhang kaum mehr eine Spur, einige Schautafeln erinnerten an menschliche Tragödien am Stacheldrahtverhau. Man tat, was vor 40 Jahren absolut unmöglich war: Man setzte seinen Fuß auf ungarischen Boden und machte ein paar Schritte hin- und herüber.
Am Donnerstag erwartete uns Christoph Haller in Bad Allhau im Südburgenland. In Jahrzehnten hat er hier ein Familien-Imperium aufgebaut, die Domäne „Bullinarium“ Bei einer Führung erklärte er seine Vision und die Umsetzung einer tierfreundlichen Kreislaufwirtschaft mit Biogas als Endprodukt. Zu seinem Konzern gehört natürlich ein Restaurant, wo seine Produkte weiterverarbeitet werden. Speisekarte: Alles und nur das Beste vom Rind. Dann folgten wir natürlich gerne seiner Einladung auf einem Umtrunk in seinem privaten Domizil. Auf der Rückfahrt ins Hotel machte der Busfahrer einen Abstecher durch malerische, urtypische Gegenden der Weinregion Rechnitz zu einem urigen Heurigenausschank. Der Uhudler sorgte für beste Stimmung, die Wirtsleut hats gfreut.
Am Freitag auf der Rückreise war es dann ziemlich leise, man ließ das Erlebte nachklingen und war vielleicht müde von den langen geselligen Abenden mit Musik, Jass und Tratsch. Dank an die Reiseleiterin Christine Wimmer, die von Planung bis Durchführung alles managt. Dank Peter gab es keinen Mangel weder an Wasser oder sonstigen Getränken und dank Stefan, dem Busfahrer sind alle wieder heil zu Hause angekommen. Wir sind schon gespannt auf die nächste Reise.
Gruß Irmgard
Zur Vergrößerung die Bilder bitte anklicken!
