Alp Sigel-Streckwees-Sämtisersee-Pfannenstiel

Alp Sigel-Streckwees-Sämtisersee-Pfannenstiel

Eine Wanderung im schönen Appenzell Innerrhoden führten wir am Donnerstag, 12.05.2022 durch.

In Brülisau Pfannenstiel in der Talstation der AlpSigel-Seilbahn (942m) studierten wir die Betriebsanleitung, da die Seilbahn ohne Personal im Automatikbetrieb gestartet wird. D.h. zuerst bezahlten wir aber am Geldautomaten die Fahrtickets (Bergfahrt CHF 17,00 pro Person). Dann drückten wir auf der Schalttafel den grün leuchtenden Knopf „Türe öffnen“. Jetzt konnten 4 Passagiere einsteigen und dann mussten wir in der Seilbahnkabine an der Kabinendecke den Startknopf drücken. Die Kabinentüre schloss sich automatisch und los ging die fünfminütige Fahrt mit der Gondel zur Bergstation (1583m). Hier an der steil abfallenden Felswand (Sigelwand) bestand ein herrlicher Ausblick über das Appenzellerland, den Rhein und Bodensee. Als wir auf dem Kieswegchen in Richtung Alpe Sigel wanderten hatten wir einen wunderbaren Blick ins Alpsteingebiet. Wie z.B. Berggasthaus Stauberen (1751m), Stauberenkanzel (1860m), Hüser (1951m), Hochhus (1926m), Kreuzberge (2063m), Roslen-Saxer-First (2151m), Mutschen (2122m), Widderalp (1644m), Widderalpsattel (1856m), Widderalpstöck (2058m), Hundstein (2157m), Altmann (2435m).

Als wir die Alpe Sigel (1585m) erreichten, die auf einem herrlichen Plateau liegt, stellten wir fest, dass jede Alphütte ihren eigenen Namen hatte, Langmeister, Hasenplatten, Herrenrecht, Mittelhütten, Chiepf-Hötte und „Luser“. Nach den Alp Sigel Hütten wanderten wir auf einem schmalen, aber gut begehbaren Pfad abwärts zum Chüeboden (1450m). Beim Chüeboden waren die Alphirten gerade dabei die Elektrozäune aufzustellen und der Hubschrauben brachte Material, da die Alp keine Zufahrtsstraße hat. Ein Brunnentrog mit kaltem Wasser verschaffte ein wenig Abkühlung. Jetzt ging es steiler abwärts auf einem schmalen Pfad, teilweise in Serpentinen durch den Wald.

Nach dem Ende des Waldes hatten wir ein seltenes beeindruckendes Erlebnis. Ein Auerhahn hat sich in seiner Balz und seinen Rufen nicht stören lassen. Ein Ereignis, dass selbst Jäger nicht oft hören. Auf der freien Fläche hatten wir dann einen grandiosen Blick auf den Sämtisersee und auf die Alphütten, Streckwees und Appenzeller Sämtis Kalthütte (1250m) – Töbelihötte (1242m) – Tannhütte (1240m), in der Nähe des Sees. Über einen Steg des Sämtiserbaches, der durch die Schneeschmelze doch einiges an Wasser führte, gelangten wir zur, allerdings noch geschlossenen, Kalthütte (1250m). Hier machten wir unsere verdiente Ruhepause und aßen unsere Jausenbrote. Besonders die Sicht zu den Widderalpstöcken (2058m) mit der Widderalp (1644m) und dem Hohen Kasten (1795m) beeindruckte uns. Nach der Jause spazierten wir gemütlich zum Sämtisersee (1200m). Nach einer kurzen Wegstrecke auf der linken Seite entlang des Sämtisersees zweigten wir auf einem schmalen steilen Waldaufstieg zum Gasthaus Plattenbödeli (1284m) ab. Auf der breiten gekiesten Forststraße wanderten wir steil abwärts, d. h. wir „tasteten“ uns eher abwärts durch das Brüeltobel, zu unserem Ausgangspunkt Pfannenstiel zurück. Da wir abwärts schon einige Höhenmeter (500 hm) in den „Knochen“ hatten, war die letzten 250 hm besonders anstrengend.

Auf der Heimfahrt kehrten wir noch im Seeblick Stüble, der „Bresnerbeach“ am Paspels See, ein. Natascha, die Chefin persönlich servierte uns freundlich und kompetent verschiedene Köstlichkeiten. Ein gemütlicher Ausklang für die schöne Rundtour im Appenzell.

220512 SBF AlpSigel Bahn-Alpe Sigel Streckwees-Sämtisersee-Pfannenstiel BF 12.05.2022

Bergwanderung Distanz 7,6 Km, Höhenmeter bergauf 94 m, bergab 741 m, min. Höhe 942 m, max. Höhe 1608 m, in Bewegung: 2 h 41 min

Text und Fotos: Arno Huber