Au – Bergkristallhütte
Am Donnerstag, 20.03.2025 trafen wir uns, bei schönstem Wetter, beim Bahnhof Feldkirch und wir fuhren mit dem Zug nach Dornbirn und von dort mit dem Landbus 850 nach Au-Argenau (Fuchs).
Unsere Winterwanderung starteten wir beim Sportgeschäft Fuchs (820 m), zweigten aber sofort von der Straße auf den Alpweg bzw. auf den Winterwanderweg ab in Richtung Bergkristallhütte. Wir wanderten aufwärts und hatten auf einer Höhe von 890 m schnell einen wunderschönen Blick hinunter nach Au Argenau bzw. zum Diedamskopf (2.090 m) und auf der rechten Seite zur Kanisfluh (2.044 m) und zur linken Seite zur steil hervorragenden Üntschenspitze (2.135 m). Ab der Höhe von 890 m tauchten wir nun aber in den Wald hinein und wanderten auf dem teilweise schneebedeckten Forstweg aufwärts, bis wir auf einer Höhe von ca. 1.215 m aus dem Wald heraustraten. In Richtung Süden eröffnete sich uns eine gewaltige schneebedeckte Bergkulisse. Wir überquerten auf einer Brücke den Schupfenbach und vor uns breitete sich bei Sonnenschein das Bodenvorsäß (Vorsäß Boden 1.215 m) aus. Bei der Kapelle Hl. Michael (1.215 m), direkt gelegen am Wanderweg im Boden Vorsäß, machten wir einen kleinen Halt, um die in die Holzbalken eingekerbte Figur, Siegfried der Drachentöter, zu betrachten. Noch ein leichter Anstieg auf dem schneebedeckten Forstweg und wir erreichten die Bergkristallhütte (1.250 m). Wir wurden von der Hüttenwirtin Andrea sehr freundlich empfangen und konnten auf der sonnenbeschienen Terrasse Platz nehmen. Von der Terrasse der Bergkristallhütte aus hatte man einen wunderbaren Blick auf die südlich liegenden verschneiten Bergspitzen wie: Toblermann (2.010 m), Kilkaschrofen (2.262 m), Seeleschrofen (2.247 m), Nägelefluhkopf (2.314 m), Zitterklapfen (2.403 m) bzw. auch Glattecker genannt und Grünes Gräshorn (2.201 m). Nach den Getränken servierte uns die charmante Andrea feinschmeckende Hausmannskost. Abgerundet wurde das Essen mit Kaffee und von Andrea`s selbstgemachten feinen Kuchen. Und auch der Hüttenhund Luna wusste, dass er bei unserer Wanderkollegin Barbara bestens aufgehoben war. Ja und unsere Wanderkollegin Elisabeth übernahm zu ihrem Wandereinstand die Kosten der Getränke, herzlichen Dank für ihre Überraschung. Danke auch an die zuvorkommende Hüttenwirtin Andrea und den Hüttenwirt Werner für ihre Getränke– und Essensspende an unseren Wanderkoordinator. Die lustige Wandertruppe verabschiedete sich vom sehr emsigen Hüttenpaar und versprach wieder zu kommen. Noch schnell ein Blick auf die Tafel an der Hüttenaußenwand mit dem Text: Sagen-haftes „Der Geißelstock“. Im Norden der Bergkristallhütte hatte man einen großartigen Blick zum Diedamskopf (2.090 m). Nun wanderten wir abwärts, die gleiche Wegstrecke, zurück ins Tal nach Argenau. Bei Argenau hatten wir Richtung Westen einen fantastischen Blick zur Kanisfluh mit ihren Bergspitzen Holenke 2.044 m, Runder Kopf 2.014 m, Sonnenspitz 1.965 m, Hohes Hehle 1.853 m. Nach Osten konnten wir die steile hervorstechende Üntschenspitze (2.135 m) betrachten und im Hintergrund rechts der Älpelekopf (2.170 m) und Heiterberg (2.188 m). Bei der Bushaltestelle Au-Argenau Gemeindeamt (810 m) stiegen wir in den Landbus 850 ein und fuhren mit dem Landbus zum Dornbirner Bahnhof. Von dort fuhren wir frohgelaunt mit dem Zug zu unserem Ausgangspunkt nach Feldkirch zurück.
Zur Information die Vorarlberger Sage aus Au: „Der Geißelstock“
Ein Knecht fuhr mit zwei Rossen in die Grasalpe bei Au, um Käs zu holen. Wie er vor der Alpe ankommt, tritt aus der Hütte ein Mann, der keinen Kopf hat. Trotzdem versorgt er dem Knecht die Rosse, und als der Knecht am ändern Morgen in aller Frühe wieder abfahren will, kommt der Geist wieder herbei, spannt die Pferde ein, füttert sie noch und macht alles zur Abfahrt fertig. Wie der Knecht aber beim Alpgatter ankommt, hört er den Mann rufen: „So, jetzt bin ich erlöst!“ Er kommt und will dem Knecht die Hand geben, der aber hält ihm glücklicherweise statt der Hand den Peitschenstiel entgegen, in dem noch lange die Spuren der fünf Finger zu sehen waren. In Au soll eine Wirtschaft mit dem Namen „Goaßlstock“ noch lange an jenes Vorkommnis erinnert haben.
Quelle: Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg, Richard Beitl, 1953, Nr. 96, S. 72
Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte die auf jeder Tafel kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 4.01).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/AU, Anbr. SO-Ecke v. Wählamt Au unter Ahornbaum, Au Argenau 810 m, VWW 4.01 (START der Wanderung)
- AU, Anbr. Grunholzweg – Einmündung in Güterweg n Godlachen, Grunholz 950 m, VWW 4.50
- AU, Anbr. Güterweg Boden – Abzweigung vom alten Weg nach Neudorf, VWW 4.35
- AU, Anbr. Schupfenbach, oberhalb v. Güterwegkurve, auf linkem Bachdamm, VWW 4.36
- AU, Anbr. Hinterer Boden-Hüttenwand v. Sohler Ludwina, Bodenvorsäß 1.220 m, VWW 4.37
- AU, Anbr. SO-Ecke v. Wählamt Au unter Ahornbaum, Au Argenau 810 m, VWW 4.01 (ENDE der Wanderung)
Zur Information:
250320 V50plus Au-Bergkristallhütte-Au BF 20.03.2025
Winter-Bergwanderung, min. Höhe 814 m, max. Höhe 1.246 m, Distanz 11,2 km, Höhenmeter Anstieg 450 m, Abstieg 458 m, min. in Bewegung: 02 h 57 min
Text: Arno Huber; Fotos: Arno Huber



























































