Ausflug Wachau

 

Bei wechselhaftem Wetter sammelte unser Busfahrer Josef früh am Morgen seine Fahrgäste von Müselbach bis Alberschwende ein. 42 Personen freuten sich auf eine hoffentlich gute Reise mit dem Ziel Wachau. Nach zwei Stunden wartete in der Alpvilla in Buchloe bereits ein reichhaltiges Frühstücksbuffet auf uns. Frisch gestärkt setzten wir die Fahrt bei einem Wechselspiel zwischen Sonne und Wolken Richtung Passau fort. Die Fahrt entpuppte sich als Nervenkitzel, denn Staus und Baustellen lösten einander fast bis Deggendorf ab. In letzter Sekunde erreichten wir das Schiff in Passau an der Donau. Vom Wasser aus konnten wir bei Weißwurst und Brezeln die wunderbare Umgebung genießen und die Mündung von Inn und Ilz in die Donau betrachten. Ohne Zeitdruck erreichten wir am frühen Abend unser Hotel in Spitz. Nach dem Zimmerbezug trafen wir uns im Speisesaal, wo uns ein wunderbares Essen serviert wurde. Irene, Grete und Alois hatten ihre Gitarren und Liederbücher dabei und sorgten für einen sehr netten Abend.
Am nächsten Tag machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Aggsbach, wo wir uns nach einer gemeinsamen Einführung in zwei Gruppen teilten. Zu Auswahl standen das Kartäusermuseum und der Meditationsgarten oder die alte Hammerschmiede und das Mineralienzentrum im Steinstadel. Beide Führungen waren sehr beeindruckend und äußerst interessant. Nach dem Mittagessen im Stiftskeller in Melk konnte jeder je nach Interesse die Außenanlagen oder das Städtchen erkunden. Um 3 Uhr holte uns eine freundliche und sehr kompetente Führerin ab. Sie zeigte uns die umfangreichen Stiftsräume, die große Bibliothek sowie die imposante Stiftskirche und erzählte uns viel Interessantes über die Geschichte des Klosters und Österreichs. Nach dem Abendessen verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit Kartenspiel, Gesang und Musik im Hotel.
Trotz trübem Wetter begann der Mittwoch freudig. Eine aus unserer Mitte konnte ihren Achtziger feiern. Wir gratulierten mit einem Ständchen und stießen auf ihr Wohl an. Auf dem Programm stand die Domäne in Spitz, eine Genossenschaft von Wachauer Winzern, die bereits 1938 gegründet wurde. Unser Führer berichtete uns von den strengen Kriterien, die in der Zusammenarbeit mit den Weinbauern wichtig sind, um einzigartige Spitzenweine erzeugen zu können. Er führte uns durch endlos scheinende Keller mit riesigen Fässern und Tanks. Bei der anschließenden Weinprobe wurde uns erklärt, dass spezielles kühles Klima, karge Gneisböden, befestigt mit Trockensteinmauern, den Charakter der Wachauerweine prägen. Bei der Verkostung versuchten wir, die unterschiedlichen Chraktere der einzelnen Weine zu riechen und zu schmecken.
Der Nachmittag war der Stadt Krems vorbehalten. Interessierte konnten sich dem Führer anschließen, der von der Geschichte der Stadt erzählte und an besondere Orte führte. Die Teilnehmer waren begeistert. Den Abend verbrachten wir in einem
Winzerhof, wo uns eine Winzerplatte und guter Wein serviert wurden. Ein fleißiger
Musikant führte durch den gemütlichen Abend.
Am Donnerstag mussten wir leider schon die Heimreise antreten. Flott ging es bisLinz, wo wir in Ansfelden unsere erste Rast einlegten. Unser Mittagessen war am Chiemsee beim „Fischer am See“ bestellt, wo wir rasch und freundlich zur besten Zufriedenheit bedient wurden.

Vor München verließen wir die Autobahn und fuhren über Bad Tölz, Murnau bis zur Wieskirche in Steingaden und waren beeindruckt von
der prächtig ausgestatteten Barockkirche. Die Gaststätte nebenan lud natürlich zum letzten Einkehrschwung ein. Voller neuer Eindrücke kehrten wir alle gesund und munter gegen 20 Uhr wieder nach Alberschwende zurück.
Ein besonderer Dank gilt unserem Fahrer Josef für die Hilfe bei der Organisation der Reise, für seine Umsicht und seinen Humor. Er führte uns alle Tage sicher und gekonnt an unsere Ziele. Auch seiner Frau Maria, die uns mit Getränken und Süßem versorgte und zum Wohlbefinden aller im Bus beitrug, herzlichen Dank. Vergelt´s Gott unseren drei MusikantInnen, die für Gemütlichkeit sorgten.