Bartholomäberg

Bartholomäberg

Unseren Wanderausflug starteten wir am Donnerstag, 05.11.2020 in Bartholomäberg (1082m). Wir waren der Meinung, dass laut Wetterbericht die obere Nebelgrenze etwa bei 1500m- 1600m liegen sollte. Albert wählte daher die Wanderung über die Jagdhütte (1692m) aus, um auf eine größere Höhe und damit dem Nebel zu entkommen. Leider fanden wir auch in dieser Höhe Nebel vor.

So starteten wir unsere Wanderung beim Lindaweg in Richtung Rellseck. Es zogen immer wieder Nebelschwaden durch. Beim Rellseck (1495m) öffnete sich eine Zwischendecke des Nebels, aber es war keine Fernsicht vorhanden. Beim Rellseck zweigten wir bergauf in Richtung Jagdhütte ab, aber schon in ca. 1560m Höhe gerieten wir wieder in eine starke Nebelbank, so dass die weit auseinander gehende Gruppe, die hinteren Teilnehmer nur noch schemenhaft sehen konnten. Ein „gespenstiges“ Wandererlebnis in Zusammenhang mit den feinen Nebeltröpfchen. Beim Wanderwegweiser Jagdhütte (1692m) angekommen war leider immer noch Nebel, so dass wir kurzzeitig den Pfad Richtung Fritzensee aus den Augen verloren. Barbara aber hatte den Pfad gleich wiederentdeckt.

So mussten wir nicht einmal die Wander-App bzw. Wanderkarte zu Hilfe nehmen. Anschließend wanderten wir im Nebel abwärts Richtung Almein-Hütte Alpe (1509m) wo sich wieder eine Zwischendecke des Nebels lichtete. Bald erreichten wir den Fritzensee (1440m) wo wir unsere verdiente Jause zu sich nahmen. Allerdings hatten wir auf Grund des Nebels keine Sicht ins Tal oder in die Berge. Ein einsamer Fisch drehte seine Runden im Seelein. Abwärts wandernd erreichten wir bald das „Historische Bergwerk“ (1337m). Eine Wanderin die sehr flott unterwegs war, berichtete uns, dass am Wannaköpfle (2032m) Sonnenschein herrschte, mit einer tollen Fernsicht über dem Nebel. Bald konnten wir die Kirche von Bartholomäberg (1080m) erkennen und unsere Wanderung abschließen.

Bergwanderung Distanz 8,9 Km, Höhenmeter bergauf 602 m, bergab 602 m, min. Höhe 1082 m, max. Höhe 1685 m, in Bewegung: 3 h 09 min

201105 SBF Bartholomäberg-Jagdhütte-Bartholomäberg BERGFEX 05.11.2020

Information Geschichte​ Bartholomäbergs:

Das Gebiet der heutigen Gemeinde Bartholomäberg dürfte bereits im dritten vorchristlichen Jahrtausend besiedelt gewesen sein. Zumindest deuten Siedlungsreste darauf hin. Wie vermutlich in der Bronze- und Eisenzeit war Bartholomäberg auch durch das ganze Mittelalter hindurch ein Zentrum des Bergbaus: Eisen, Kupfer und Silber wurden hier gewonnen. Der Überlieferung nach gab es in Bartholomäberg bereits um 1100 eine Pfarrei. Bereits in der karolingischen Zeit wurde hier Bergbau betrieben und im Jahr 1319 ist bereits ein Silberbergwerk nachgewiesen. Dokumentiert ist dieser bis ins 16. Jahrhundert erfolgreich betriebene Bergbau z. B. auch in landschaftlichen Eigen­tümlichkeiten (Halden), in der Knappenkirche am Kristberg, in dem für Besucher zugänglich gemachten aber mittlerweile wieder geschlossenen Schaubergwerk in Bartholomäberg sowie im Bergbaumuseum in Silbertal. Als erste Pfarrei im Montafon erschien Sankt Bartholomäberg im Jahr 1350. Bartholomäberg kam zusammen mit dem Montafon 1394 an Österreich. Die Habsburger regierten die Orte in Montafon wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Bartholomäberg seit der Gründung des Vorarlberger Landtages 1861.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Bartholomaeberg

Fotos und Text: Arno Huber