Brand – Niggenkopf – Palüdhütte – Brand

Am Donnerstag den 22.08.2019 wählte unser Bergwanderführer Egon für unsere Wandergruppe eine Wandertour ins Brandnertal aus.

Wir starteten am Kirchplatz von Brand (1028m) in Richtung Mühledörfle bzw. Richtung Niggenkopf (1589m). Nach dem Gastatobel-Bach vor dem Mühledörfle zweigten wir nach links ab und wanderten Richtung Kasperlemaisäß. Vor dem Kasperlemaisäß (1120m) begann links hinauf der Alpine Steig Niggenkopf Waldweg immer dem Gastatobel entlang. Der Pfad von Brand auf den Niggenkopf ist überraschenderweise weiß-blau-weiß markiert mit dem Hinweis: Vorsicht, nur für geübte trittsichere Wanderer begehbar. Deshalb die Bezeichnung Alpiner Steig Niggenkopf Waldweg. Da der schmale, teilweise sehr steile Waldpfad doch abschnittsweise etwas nass war, war eine erhöhte Vorsicht geboten. Zur linken Seite des Pfades fiel der Berghang doch recht steil ins Gastatobel hinunter. Vor einem kleinen Felsabschnitt (1510m) mussten wir noch einige Steinplatten übersteigen. Nach ca. 2 Stunden (inkl. Pausen) sahen wir dann eine interessante Holztafel (1565m): „Niggenkopf – Bier vom Fass nach 564 Schritten“.Am Ende des Waldweges tauchte dann nach 564 Schritten das Niggenkopf Stüble auf. Beim Niggenkopf Stüble (1589m) gab es leider kein Bier vom Fass, das es geschlossen war. Auf dem steilen, aber schönen Niggenkopf-Waldweg sind uns in den insgesamt 2,5 Stunden Aufstieg keine Menschen begegnet. Wir machten eine kurze Trinkpause bevor es Richtung Palüdhütte weiterging. In kurzer Zeit erreichten wir die Palüdhütte (1640m), die geöffnet war, um dort unsere Mittagspause zu machen. Von der Palüdhütte wanderten wir abwärts zum Alpengasthof Melkboden (1600m). Vor dem Alpengasthof Melkboden zweigten wir links ab (Palüdweg, Brand Innertal) und wanderten abwärts teilweise der Skipiste entlang über den Palüdbach (1400m) Richtung Unterzalimalpe zu den Zalimer Böden (1345m). Von dort wanderten wir auf dem Glingaweg vorbei am Glingabrunnen abwärts in Richtung Brand Innertal. Der Glingabrunnen (1300m) zählt zu einer der eindrucksvollsten Natursehenswürdigkeiten in Vorarlberg. Er besteht aus unzähligen Quellen, die über unterirdische Zuflüsse direkt vom Brandner Gletscher gespeist werden und das Wasser beim Glingabrunnen aus der Erde sprudeln lassen. Das Wasser stürzt in schönen Kaskaden zu Tal und vereinigt sich mit dem Palüdbach (1130m). Das Naturschauspiel ist allerdings nur zur Zeit der Gletscherschmelze zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober zu beobachten. Bald nach diesem Naturschauspiel erreichten wir Brand Innertal. Von dort wanderten wir zur Brandner Kirche zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Bergwanderung Distanz 10,5 Km, Höhenmeter bergauf 638 m, bergab 645 m, min. Höhe 1028 m, max. Höhe 1662 m, in Bewegung: 4 h 17 min (ah)

Fotos: Arno Huber