Damüls – Hochblanken – Ragazer Blanken

Damüls – Hochblanken – Ragazer Blanken

Mit dem Sessellift Uga-Express in Damüls fuhren wir bis zur Bergstation Uga (1820m). Von der Bergstation Uga wanderten wir zur Vorderen Ugaalpe, dort zweigten wir rechts ab zum Speichersee um stetig aufwärts in den Bereich des Hohen Lichts zu gelangen. Jetzt verließen wir die Forststraße um auf einem schmalen Pfad bergauf zum Hochblanken (2068m) zu gelangen. Nach einer anfänglichen Hochbewölkung zeigte sich der Hochblanken bei schönstem Wetter ohne Wolken. Eine wunderbare Rundsicht belohnte unseren Aufstieg. Viele Berge im engeren Umkreis konnten wir ausmachen wie z.B.: Holenke (2044m), Damülser Mittagsspitze (2095m), Zitterklapfen (2403m), Zafernhorn (2107), Glatthorn (2133m), Sünser Spitze (2061m), Hoher Freschen (2004m), Mörzelspitze (1830m) usw. auch weiter entfernte Gipfel konnte man betrachten wie z.B.: Rote Wand (2704m), Schesaplana (2965m), Altmann (2435m), Säntis (2502m) usw. Vom Hochblanken wanderten wir leicht abwärts gehend bis zur Bergstation des Ragazer Sesselliftes (2017m). Von hier zweigten wir zum Ragazer Blanken ab. Auf dem Gipfel des Ragazer Blanken (2051m) machten wir es uns gemütlich, um unsere Jause einzunehmen und den herrlichen Rundblick zu genießen. Zurück wanderten wir bis zur Bergstation des Ragazer Sesselliftes, um unterhalb der Bergstation bei dem Wanderwegweiser in Richtung Hintere Ugaalpe abzuzweigen. Immer leicht abwärtsgehend erreichten wir die Hintere Ugaalpe (1806m) um dann anschließend im Wirtshaus Ugaalpe (1800m) einen Einkehrschwung zu machen. Mit dem Sessellift Uga-Express fuhren wir zur Talstation Uga in Damüls.

Bergwanderung Distanz 8,7 Km, Höhenmeter bergauf 394 m, bergab 398 m, min. Höhe 1817 m, max. Höhe 2065 m, in Bewegung: 2 h 50 min

20200820 SBF Damüls-Hochblanken-Ragazer Blanken-Damüls 20.08.2020 BERGFEX

Zur Information: Geschichtliches Damüls

Im Herzen Vorarlbergs liegt das Walserdorf Damüls. Die weitausgedehnte Streusiedlung in einer Höhenlage zwischen 1300 bis 1700 m besteht aus den drei Parzellen Oberdamüls, Uga und Schwende. Zum Ortsnamen Damüls gibt es zwei Deutungen. In der ältesten vorhandenen Urkunde vom Jahre 1382 steht die Bezeichnung Tumuls, vermutlich vom Lateinischen tumulus = Hügel abgeleitet. 1436 wird Damüls und 1465 Damulc geschrieben. In einer Ablassurkunde des Jahres 1500 findet sich die ganz vereinzelt stehende Lesart „Ufi dem Mulcz“. Mulcz ist ein romanisches Wort, das mit dem lateinischen mulgere = melken stammesverwandt ist. „Ufi dem Mulcz“ könnte also auf der Melkalpe heißen, was der Wirklichkeit weitgehend entsprechen würde.

Vereinzelte vordeutsche Namen wie Trischta, Bregez und Portla lassen darauf schließen, dass Damüls schon früh als Jagd- und Alpgebiet genutzt wurde. Die dauernde Besiedlung ist aber zweifellos das Werk der aus dem Schweizer Kanton Wallis stammenden Walser. Sie ist im Zusammenhang mit der des Laternsertales zu sehen. Die Grundlage dieser Walserkolonie bildet ein Vertrag aus dem Jahre 1313. Quelle: Vorarlberger-Walservereinigung

Fotos und Text: Arno Huber