Gaßneralpe und Plansottalpe

Am Donnerstag 03.09.2020, bei lockerer Hochbewölkung, starteten wir von einem kleinen schattigen Waldparkplatz Gurtinol (1202 m) in St. Gerold- Plankenberg aus unsere Wanderung. Nach einer kurzen Strecke geteerten Weges zweigten wir links ab in Richtung Hölltobel – Gaßneralpe. Auf einer Wegstrecke von ca. 750 m wanderten wir auf einen Forstweg durch den Wald, dabei kamen wir auch beim Trinkwasserkleinkraftwerk Bündten (Leistung 10 kWh) vorbei. Auf Grund der vorangegangen Regentage sprudelten überall kleine Bächlein ins Hölltobel.  Weiter auf einem Trampelpfad im Hölltobel überquerten wir mit einem kleinen Sprung den Hölltobelbach (1373m). Nun wanderten wir den Pfad, von kleinen Bächlein durchzogen, durch den Wald steil nach oben. Nach dem anstrengenden Aufstieg erreichten wir aus dem Mischwald kommend die Almwiesen (1500m). Bald sind wir bei der Gaßneralpe (1562m) angekommen. Bei einer Jause hatten wir einen herrlichen Blick in die Bergwelt. Kellaspitze (2012m), Rote Wand (2704m), Hoher Fraßen (1979m), Schesaplana (2965m), Zimba (2643m) und auf die Orte Raggal (1015m) und Marul (976m). Bei der freundlichen Sennerin kauften wir einen leckeren Bergkäse und starteten dann unsere Wanderung auf dem Höhenweg Richtung Plansottalpe. Von der Gaßneralpe führt noch ein Forstweg oberhalb des Hölltobel bis kurz vor dem Wanderwegweiser Plazgadena (1633m). Von dort zweigten wir rechts ab. Auf einem Trampelpfad wanderten wir weiter bis wir zu einem Felsausbruch (1600m) mit einer interessanten schrägen Schichtung kamen.

Der Walserkamm ist ein typischer hochmittelgebirgiger Zug aus Flysch, ein sogenannter Sandstein, womit der Zug zur Rhenodanubischen Flyschzone der Alpen gehört. Die schräge Schichtung fällt mit etwa 50° südwärts ab und gibt dem Walserkamm seine Morphologie. Kurz nach dem Felsausbruch geht der Pfad in einen Forstweg über.
Bei der Plansottalpe (1558m) verwendeten wir bergabwärts nicht die Forststraße, sondern einen direkten Pfad zu unserem Wanderparkplatz (Plankenberg Parkplatz 1182m) zurück.

Bergwanderung Distanz 8,4 Km, Höhenmeter bergauf 453 m, bergab 449 m, min. Höhe 1202 m, max. Höhe 1630 m, in Bewegung: 3 h 04 min

200903 SBF Gurtinol-Gaßneralpe-Plansottalpe-Gurtinol 03.09.2020 BERGFEX

Zur Information: Geschichtliches von St. Gerold
Der erste Siedler im Großwalsertal war um 950 der Einsiedler Gerold. Über seinem Grab entstand ein Kloster, die Propstei Sankt Gerold, in dessen Umgebung sich bald Rätoromanen ansiedelten. Die Wallfahrtskirche wurde 1313 geweiht. Im 14. Jahrhundert verdrängten deutsch sprechende Walser die romanische Bevölkerung. Bis 1648 unterstand die Propstei der Landeshoheit Blumeneggs und von da an bis 1802 war sie Reichspropstei der Fürstabtei Einsiedeln. Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gelangte St. Gerold an Nassau-Oranien-Fulda, das es bereits 1804 an Österreich verkaufte. 1805 kam der Ort zu Bayern. In dieser Zeit (1808) wurde der Ort selbstständige Gemeinde. Seit 1814 gehörte er wieder zu Österreich und damit zu Vorarlberg, dessen Geschicke er seither teilte. Die Propstei, bis 1958 Kloster, seither kirchliche Bildungsstätte, ist nach wie vor Eigentum des Klosters Einsiedeln. Quelle: wikipedia.org/wiki/St._Gerold

 

Fotos und Text: Arno Huber