Gräppelensee

Gräppelensee

In die sehenswerte Schweiz machten wir am Do 08.10.2020 einen Wanderausflug zum Gräppelensee.
Beim Parkplatz Unterwasser-Laui Grillplatz (1071m) starteten wir bei bewölktem Himmel unsere Wandertour. Auf einem schmalen geteerten Sträßchen wanderten wir bergaufwärts Richtung Gräppelensee. Zwischendurch konnte man in den Wolkenlücken den Säntis (2502m), Rotsteinpass
(2122m) und den Wildhauser Schafberg (2373m) sehen. Nach einer langgezogenen Kehre erreichten wir den Seebach (1220m). Immer dem Seebach entlang, leicht bergaufwärtsgehend, erreichten wir die Alpe Türlisboden (1305m). Kurz nach der Alpe Türlisboden erreichten wir den Gräppelensee (1308m). Trotz Bewölkung und beginnendem leichtem Nieselregen konnte man in Richtung Osten folgende Bergspitzen erkennen: Lüttispitz (1986m), Stöllen (1967m), Schofwisspitz (1989m) und in Richtung Süden den Rotsteinpass (2122m) und den Wildhauser Schafberg (2373m). Nach dem Gräppelensee setzte der Nieselregen wieder aus und beim Wanderwegweiser Risi (1343m) zweigten wir in Richtung Scharten/Alt St. Johann ab. Nun wanderten wir auf einem schmalen Pfad, genannt Böstritt (1352m), steil bergab durch den Wald.  Als wir aus dem Wald heraustraten erreichten wir Scharten (1150m). Hier zweigten wir nicht nach Alt. St. Johan ab, sondern in Richtung Chüeboden, Gubel (1155m) und Halden (1114m). Von dieser Abzweigung aus konnten wir im Süden trotz Bewölkung die Spitzen der Churfirsten erkennen. Chäserrugg (2262m) mit dem neuen Restaurant am Gipfel, Hinterrugg (2306m), Schibenstoll (2234m), Zuestoll (2235m), der markante breite Bergrücken Brisi (2279m), Frümsel (2263m) und den Selun (2205m). Auch konnten wir auf der anderen Bergseite die Standseilbahn Unterwasser–Iltios (DUI), genannt Iltiosbahn erkennen, wo gerade zwei rote Wagen der Standseilbahn zur Bergstation Iltios (1339m) fuhren. Von Halden wanderten wir in Richtung Restaurant Älpli (1035m) und von dort zu unserem Ausgangspunkt Laui (1071m) zurück. Beim Grillplatz Laui packten wir unsere Jause aus. Beim Trinkspruch zu einem Schnäpschen, „ein Meter vüri …..“ wurden die Schweizer Banknachbarn auf uns aufmerksam. Wieso wir Österreicher in die Schweiz kämen?  Wir hätten doch auch schöne Berge! Ja haben wir, aber möchten eben auch unsere Nachbarn kennen lernen um vor allem mit ihnen ins Gespräch zu kommen und um ihre Meinung zu hören. Unsere Banknachbarn erzählten uns z.B., sie würden im Montafon Urlaub machen, da dort die Leute freundlicher wären! Außerdem erfuhr ich, dass im Zweiten Weltkrieg ein englischer Lancaster Bomber abgeschossen wurde und oberhalb vom Gräppelensee abgestürzt ist.

Information zum Gräppelensee:
Der Name «Gräppelen» lässt sich aus dem vorromanischen Crap (=Fels) sowie dem alemannischen –ila herleiten; ein Beispiel rätoromanisch-alemannischer Sprachsymbiose. Der Name dürfte sich auf den felsigen Mittelberg unmittelbar im Südwesten des Sees beziehen. Der flache See liegt in einer langgezogenen, von Westen nach Osten verlaufenden Mulde zwischen dem Mittelberg im Süden und dem Lütispitz im Norden in einem geschützten Flachmoorgebiet. Er ist nur zu Fuss erreichbar; die Alpstrasse ist mit einem Fahrverbot belegt. Im Gräppelensee kann gebadet werden; am Nordufer steht ein Holzsteg. Wanderwege führen in mehrere Dörfer des Toggenburgs, auf den Säntis und auf die Schwägalp. Am Ostufer steht ein Picknickplatz mit Feuerstelle zur Verfügung. Fischen ist
nur unter Auflagen erlaubt. Der See ist Laichgebiet für zahlreiche Amphibien und Egel sowie einer der wenigen Lebensräume der Kleinen Teichrose in der Schweiz. Westlich des Gräppelensees befindet sich auf der Alp Hintergräppelen in einer Senke zwischen dem Gupf und Oberstofel der vermutlich kälteste Ort der Ostschweiz. Der Rekord liegt bei −38,2 Grad. Selbst im Sommer kann die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinken. Quelle: wikipedia.org/wiki/Gr%C3%A4ppelensee

Flugzeugabsturz​ oberhalb des Gräppelensees:
Am 28. April 1944 stürzte um 1.15 Uhr ein englischer Bomber des Typs Avro Lancaster oberhalb des Gräppelensees ab. Die Schweizer Flugabwehr und ein deutscher Nachtjäger hatten versucht, ihn abzuschiessen; wer die Maschine traf, ist unklar. Das Flugzeug begann in der Luft zu brennen, explodierte und stürzte in den Hang. Von der achtköpfigen Besatzung konnten sich zwei Mann mit dem Fallschirm retten, die anderen sechs kamen ums Leben. An der Unfallstelle erinnert eine Gedenktafel an den Absturz. Quelle: wikipedia.org/wiki/Gr%C3%A4ppelensee.

201008 SBF Laui-Gräppelensee-Laui 08.10.2020 BERGFEX

Fotos und Text: Arno Huber