Hittisau – Hittisberg – Hittisau

Unser Bergwanderführer Egon konnte diesen Donnerstag 04.07.2019 nicht teilnehmen. Deshalb hat Sigi eine tolle Wanderroute im Bregenzerwald ausgesucht. Von Hittisau (787 m hoch) aus sind wir in Richtung Stöcken (860 m hoch) gewandert. Von dort sind wir rechts in das Bergsturzgebiet der Rappenfluh (810 – 830 m hoch) an der Subersach abgestiegen.

Ein Naturdenkmal der besonderen Art ist die Höhlenlandschaft „Rappenfluh“, am Westhang des Hittisbergs. Es handelt sich um einen relativ jungen Bergsturz der nach der letzten Eiszeit entstanden sein soll. Eine mächtige Nagelfluhbank, deren Schichtung mit 30° gegen Süd fällt, ist abgestürzt. Ihr Sturzmaterial aus riesigen Blöcken liegt im Wald verstreut, und der Abbruch stellt sich heute als massive Felswand dar. Manche Riesenblöcke überdachen enge Durchschlüpfe, der “Dachstein” hängt gewaltig über. Die Überdeckung ist zumindest an einer Stelle so perfekt, dass es eine größere Bergsturzhöhle, dem so genannten “Geldloch” gibt, die zu einem sehr eigenartigen Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten wurde, die solchen besonderen Lebensbedingungen angepasst sind. Eine Sage erzählt: „Im Bergsturzgebiet der Rappenfluh, sollen sich zur Franzosenzeit manche Einwohner von Hittisau vor dem Feind versteckt haben. Unter großen von Tannen und Gestrüpp bedeckten Felsblöcken befinden sich viele Höhlen, deren wunderlichste und tiefste wohl das Geldloch ist. Mit einem Licht steigt man hinab wie in einen Keller. Dort soll, von einem schwarzen Pudel gehütet, ein großer Geldschatz versteckt sein“. Quelle: Journalistin Anna Maria Kaufmann

Nach dem Aufstieg aus der Höhlenlandschaft „Rappenfluh“ sind wir zur Gferenalpe (960 m hoch) gewandert um danach links auf einem schmalen steilen Pfad zur Westspitze (1250 m hoch) des Hittisberges zu steigen. Vom Gipfelkreuz der Westspitze hatte man eine schöne Aussicht auf Hittisau und Umgebung. Von der Westspitze (1250 m hoch) wanderten wir am Kamm entlang zur Ostspitze des Hittisberges (1330 m hoch) hinauf. Vom Hittisberg wanderten wir in steilen Serpentinen abwärts zur Oberen Hittisbergalpe (1110 m hoch). Bei der Oberen Hittisbergalpe machten wir eine Rast um unser Jausenbrot zu essen. Von der Oberen Hittisbergalpe wanderten wir zur Unteren Hittisbergalpe (1030 m hoch) um von dort in Richtung Bütscheln (869 m hoch) zu unserem Ausgangspunkt nach Hittisau (787 m hoch) zu gelangen.

Bergwanderung Distanz 10,8 Km, Höhenmeter bergauf 588 m, bergab 594 m, min. Höhe 787 m, max. Höhe 1330 m, in Bewegung: 3 h 48 min (ah)

Fotoa: Arno Huber