Krumbach-Salgenreuter Moor-Krumbach

Krumbach-Salgenreuter Moor-Krumbach

Bei leichter Bewölkung am Donnerstag, 04.06.2026 fuhren wir mit dem Zug S1 um 08:00 Uhr von Feldkirch nach Dornbirn Bahnhof An: 08:28 Uhr, Dornbirn Bahnhof Ab: 08:33 Landbus 850, Bushaltestelle Krumbach Unterkrumbach An: 08:55 Uhr. Von der Bushaltestelle Krumbach Unterkrumbach (707 m) wanderten wir auf einer schmalen geteerten Straße zum Wanderwegweiser „Krumbach, Anbrg. Halden, Halden 704 m, VWW 45.14“. Vom Wegweiser wanderten wir zum Ortsteil Au in Krumbach und zur Abzweigung Wegweiser Salgenreuter Kapelle (705 m) „Krumbach, Anbrg. Abzw. zur Lourdes-Kapelle, Salgenreute 705 m, VWW 45.27“. Auf einem schmalen Wiesenpfad wanderten wir zur Kapelle hinauf. Bei der Lourdeskapelle Salgenreute (710 m) machten wir einen Aufenthalt, um die Kapelle zu besichtigen. Die Kapelle Salgenreute liegt, wie ein Kleinod auf einem Nagelfluhrücken. In Stein und Holz erbaut nimmt die einfache Grundform, auf dem Grundriss der alten Lourdeskapelle, die historische Tradition der Bregenzerwälder Baukultur auf und wagt zugleich eine neue Spitze Raumform. Der minimalistische Neubau begann im März 2015 und dauerte bis April 2016 und wurde in Eigenleistung der Bewohner durchgeführt. Nördlich der Kapelle geht es fast 200 Höhenmeter steil hinunter zum Fluss Weißach. Durch den kleinen Ortsteil Salgenreute wanderten wir leicht abwärts zum Salgenreuter Moor (700 m). Hier machten wir eine Pause, um das Hochmoor zu betrachten. Der Moorkomplex erstreckt sich westlich der Ortschaft Au (Krumbach) bis zum Engisholz-Graben. Den Untergrund bildet Torf- und Gleyboden auf Moräne. Der „Moorraum“ im Aussichtsgebäude durfte, leider auf Grund des verwitterten Zustandes des Holzgebäudes, nicht betreten werden. Vor 3 Jahren hatten wir das Aussichtsgebäude schon einmal besucht und wir waren sehr enttäuscht das Aussichtsgebäude nicht betretbar anzutreffen. Der Moorkomplex mit großem Spektrum ist reich an Pflanzengesellschaften und Arten von Hoch- bis Flachmoor. Die Fläche besitzt die schönsten Bestände von Sumpfbärlapp im Gebiet sowie Vorkommen von Hundsstraußgras, Sonnentau und Fadensegge sowie Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Arten z. B.: Moor-Birke, Schwarz-Erle, Gewöhnliche Moor-Preiselbeere, Scheiden-Wollgras, Geflecktes Fingerknabenkraut, Sumpf Weidenröschen, Alpen-Haarbinse, Sumpf-Stendelwurz usw. Der Untergrund wird gebildet von Torf- und Gleyboden auf Moräne. Siehe bitte den Biotopinventar Vorarlberg Gemeindebericht von Krumbach: Biotopinventar_Gemeindebericht_Krumbach.pdf; Vom Salgenreuter Moor (700 m) wanderten wir zur Wüste hinauf (725 m). Von hier wanderten wir auf einem schmalen Waldpfad zum höchsten Punkt unserer Wanderung von 747 m Höhe hinauf. Nach der Durchquerung des Waldes wanderten wir zum Ortsteil Halden (727 m) hinunter, auf einer schmalen geteerten Straße nach Unterkrumbach (707 m) und zum Gasthaus Krumbacher Stuba (709 m). Dominik, der Wirt der Krumbacher Stuba, empfing uns sehr freundlich und stellte für unsere Wandergruppe im schönen schattigen Außenbereich die Tische zusammen. Nach dem wir ausgezeichnet gegessen und getrunken hatten führte Wanderer Franz noch eine Lesung aus dem Büchlein „Kapelle Salgenreute“ und aus dem Buch „BUS:STOP KRUMBACH“ durch (Siehe Foto Nr. 246). Zum Abschluss dieser Lesung gab es von Dominik noch eine Runde feiner Williams-Schnaps. Um die Zeit bis zur Busabfahrt zu verkürzen, machten wir noch eine kleine Wanderung zum Krumbacher Dorfzentrum bei der Pfarrkirche Hll. Martin & Wendelin in Krumbach (733 m) und zur Bushaltestelle BUS:STOP Krumbach Bränden mit einem „Wald“ aus weißen dünnen langen Stahlstangen. In dieser offenen Struktur windet sich eine Stiege in die Höhe mit einer kleinen Aussichtsplattform. Nein, dieser BUS:STOP gewährt keinen Schutz vor der Witterung, er eröffnet dafür eine neue Dimension der Wahrnehmung von Ort, Raum und Natur. (Quelle: Dietmar Steiner BUS:STOP Krumbach). Unser Wanderer Franz war der erste der zur Aussichtsplattform hinaufstieg und er konnte sogar Lisi überreden hinaufzukommen (Siehe Foto Nr. 271). Krumbach im Bregenzerwald, eingerahmt vom südlich liegenden Schweizberg (923 m), der Weißach und der Bolgenach, liegt eingebettet in einer eindrucksvollen Kulturlandschaft, die geprägt ist von bäuerlicher Siedlungsstruktur. Bekannt wurde die Gemeinde Krumbach (Vorarlberg) auch international durch das Architekturprojekt BUS:STOP Krumbach, bei dem 2014 namhafte Architektinnen und Architekten aus aller Welt gemeinsam mit lokalen Handwerkerinnen und Handwerkern sieben einzigartige Bushaltestellen gestalteten. Ein gelungenes Projekt für den kreativen Umgang mit dem ländlichen Raum und der bekannten Bregenzerwälder Handwerkskultur. Um ca. 14:10 Uhr fuhren wir von der Bushaltestelle Krumbach Dorfzentrum mit einem zufällig an der Bushaltestelle stehendendem Landbus mit Fahrradanhänger 8R nach Egg Zentrum und vom Egg Zentrum Ab 14:57 Uhr nach Dornbirn Bahnhof An 15:24 Uhr und um 15:30 Uhr mit dem ÖBB-Zug S1 nach Feldkirch Bahnhof An 16:00 Uhr. Es war eine sehenswerte und lehrreiche Wanderung durch Krumbach.

Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte auf jeder Tafel die kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 45.14).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/
Pos.01.) Bushaltestelle Krumbach Unterkrumbach (707 m) (START der Wanderung)
Pos.02.) Krumbach, Anbrg. Halden, Halden 704 m, VWW 45.14

Pos.03.) Krumbach, Anbrg. Straße zw.Halden_Au-Waldweg, VWW 45.05.
Pos.04.) Krumbach, Anbrg. Abzw. zur Lourdes-Kapelle, Salgenreute 705 m, VWW 45.27
Pos.05.) Krumbach, Anbrg. Salgenreute, Abzw. Tobelweg nach Engisholz, VWW 45.06
Pos.06.) Krumbach, Anbrg. Salgenreute_Wüste_Glatzegg, Winterwanderweg, VWW 45.28W
Pos.07.) Krumbach, Anbrg. Wüste, Wüste 725 m, VWW 45.13
Pos.08.) Krumbach, Anbrg. Halden, Halden 704 m, VWW 45.14
Pos.09.) Gasthaus Krumbacher Stuba (709 m)
Pos.10.) Krumbach, Anbrg. Dorfplatz, Krumbach 733 m, VWW 45.01(ENDE der Wanderung)

Zur Information:
Wanderung, min. Höhe 693 m, max. Höhe 747 m, Distanz 5,4 km, Höhenmeter Anstieg 66 m, Höhenmeter Abstieg 65 m, in Bewegung: 01 h 25 min
260604 V50plus Krumbach-Salgenreuter Moor-Krumbach, BF, 04.06.2026

Text und Titelfoto: Arno Huber;
Fotos: Arno Huber