Kultur- und Kunstfahrt nach St. Gallen u. Appenzell am 23.9.2020

Der Anlass für diese Kunst-, Kultur- und Erlebnisfahrt in die benachbarte Schweiz war das 750-Jahr-Jubiläum der erstmaligen, belegten Nennung des Ortsnamens von Schwarzenberg in einer Urkunde, die im Stiftsarchiv in St. Gallen liegt.

Die von der Gemeinde Schwarzenberg für April geplante Fahrt nach St. Gallen konnte wegen Corona nicht durchgeführt werden und daher haben wir unseren, für September vorgesehenen Tagesausflug gemeinsam durchgeführt. Aus beiden „Lagern“ – Gemeinde und Seniorenbund – konnten wir 24 TeilnehmerInnen (14 Personen vom Seniorenbund) bei der Busfahrt begrüßen.

Guntram brachte uns mit dem großen Felder-Bus, in dem wir den Corona-bedingten Abstand gut einhalten konnten, von Schwarzenberg nach St. Gallen. Bereits um 9.30 Uhr begannen unsere Führungen in der Stiftsbibliothek mit Abstecher in den Gewölbekeller und anschließend in der spätbarocken Kathedrale mit ihrer Doppelturmfassade (1400 Jahre Kulturgeschichte von der Einsiedlerzelle des Gallus bis zum UNESCO-Weltkulturerbe Stiftsbezirk).

Gleich anschließend folgte aus Sicht von Schwarzenberg der Höhepunkt unserer Kulturfahrt, die Besichtigung der aus dem Jahre 1270 stammenden Originalurkunde mit der erstmaligen Nennung des Ortsnamens Schwarzenberg. Diese Rarität und die ganze Ausstellung im Stiftsarchiv wurden uns vom Vorarlberger Leiter des Stiftsarchivs Herrn Dr. Peter Erhart persönlich präsentiert. Diese Vertragsurkunde gibt es gleich in zweifacher Ausführung, in ausgezeichneter Qualität und in bewundernswert schöner Schrift zu bestaunen. Herr Dr. Erhart hat für nächstes Jahr eine Übersetzung des Urkundentextes in Aussicht gestellt. Marina Stiehle bedankte sich im Namen der TeilnehmerInnen bei Dr. Erhart für die interessante Führung im Stiftsarchiv und vor allem für die, eigens für unsere Gruppe, präsentierte Urkunden.

Nun ging die Fahrt mit dem Bus weiter nach Teufen zur Erlebnisgaststätte waldegg, wo wir im „Schnuggebock – Wie zu Großmutters Zeiten“ zum Mittagessen erwartet wurden. Nach dem wir im großen und voll besetzten Obergeschoß an den reservierten Tischen Platz genommen hatten, wurden wir von unserer zuständigen Servicedame Silvia in bestimmter, aber lustigen Art über den Ablauf unseres Mittagessens, eben zu Großmutters Zeiten informiert. Es begann mit einem gesungenen Tischgebet, die Suppe wurde zum selbst Schöpfen in einem Topf auf jeden Tisch gestellt und so weiter. Auch die Einrichtung der Gasträume inkl. WC war dementsprechend gestaltet. Das Essen war sehr gut und reichlich (von allen Speisen wurde nach Bedarf unbeschränkt nachgelegt)! Leider war die schöne Aussicht auf das Alpsteingebirge mit Hohem Kasten, Sentis und Altmann wegen bedecktem Himmel und Nebel nicht gegeben. Trotzdem verließen wir gestärkt und gut gelaunt das Gasthaus waldegg in Richtung Appenzell.

Der Ort Appenzell (Hauptort vom Kanton Appenzell-Innerrhoden) hat ca. 5.800 Einwohner und ist besonders bekannt wegen der bunt bemalten Hausfassaden und wegen dem zentralen Landsgemeinde-Platz, auf dem an einem bestimmten Tag persönliche Abstimmungen über Sachgeschäfte und Ämterbesetzungen des Kantons stattfinden (direkte Demokratie). Viele Gaststätten, Cafes, Beizen und Geschäftle laden zum Flanieren und zum Franken ausgeben ein. Auch wir machten einen kleinen Rundgang durch den einladenden Ort Appenzell und fuhren dann über den Stoß zur Grenze Kriessern/Mäder und zurück nach Schwarzenberg.

Ein Dank unserem Busfahrer Guntram, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und besonders Marina Stiehle und Andrea Allerdings von der Gemeinde Schwarzenberg für die gute Zusammenarbeit, dass dieser Tagesauflug erfolgreich durchgeführt werden konnte. 24.9.20 FA

Zur Erinnerung ein paar Fotos (zur Vergrößerung anklicken)