Latschau-Ziegerberg-Grabs-Latschau

Latschau-Ziegerberg-Grabs-Latschau

Am Donnerstag, 29.01.2026 fuhren wir mit dem Zug REX1 um 08.44 Uhr von Feldkirch nach Tschagguns Bahnhof an 09:21 Uhr. Von der Tschaggunser Bushaltestelle in der Nähe des Bahnhofes fuhren wir mit dem Landbus 601 ab 09:38 Uhr nach Latschau Kraftwerk mit Ankunft um 09:46 Uhr. Von der Bushaltestelle Latschau Kraftwerk (998 m) wanderten wir bei starker Bewölkung und leichtem Schneefall auf der leicht schneebedeckten Straße hinauf zur Alten Säge Latschau (1.055 m).

Kurz haben wir gestoppt, um die wichtigsten Informationen von der alten Säge vermittelt zu bekommen. Die alte Säge in Latschau am Rasafeibach ist nach dem Flurnamen „Mülli“ (an die bis ins 20. Jahrhundert in der Nähe betriebene Getreidemühle erinnernd) benannt. Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge. Der jetzige Zustand entspricht im Wesentlichen dem aus dem Jahre 1907. Im gemauerten Untergeschoss des Sägegebäudes befindet sich das beachtliche hölzerne Wasserrad mit einem Durchmesser von 4,1 m, welches das Sägeblatt des „Venezianergatters“ antreibt. Der Säger Hubert Loretz kümmert sich um das Gebäude und die Sägetechnik, vom Wasserlauf, über das Wasserrad, die Transmission bis hin zum Schliff am Sägeblatt. Damit aus einem runden Baumstamm Bretter und Balken werden, braucht es neben Wasser und dem in Schwung gesetzten Wasserrad die richtigen Hebel, Seile und Maßkeile. Die alte Säge kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Nach dem kurzen Stopp bei der Säge wanderten wir auf dem Winterwanderweg dem verschneiten Gafazutweg in Richtung Ziegerberg hinauf. Es schneite leicht und wir bestaunten unterwegs eine märchenhafte Winterlandschaft mit schneebedeckten Tannen und Bäume. Bei Ziegerberg (1.120 m) angekommen wanderten wir die Ziegerbergstraße aufwärts bis zur Marienkapelle Ziegerberg-Hof (1.170 m). Auf dem schneebedeckten Grabsweg wanderten wir zum Berggasthaus Grabs hoch. Beim Berggasthof Grabs (Beieinander sein auf knapp 1.400 m unter der Tschaggunser Mittagsspitze 2.168 m) kehrten wir zum Mittagessen ein. Von Franzi (Franziska) bekamen wir flott das Mittagessen und einen feinen Nachtisch serviert. Vielen Dank an unseren Wanderkollegen Franz, er bezahlte alle Getränke. Dafür durfte Franz später die verschneite Sitzbank, ganz für sich allein, testen. Nach dem wir vom Gasthof in das Freie traten, konnten wir feststellen, dass sich die Wolkendecke etwas aufgelöst und gehoben hatte. So waren wir in der Lage auf der anderen Seite des Tales Bartholomäberg (1.087 m), Innerberg (1.151 m), Wormser Hütte (2.305 m), Kreuzjoch (2.398 m) und die Zamangspitze (2.386 m) zu betrachten. Beim Wanderwegweiser VWW 89.113W (Grabs Maisäß 1.365 m) zweigten wir in Richtung Gauertal ab. Auf dem nun schmalen Winterwanderweg bzw. Grabsweg wanderten wir abwärts in Richtung Sanüel. Beim Wanderwegweiser VWW 89.109W (Güterweg Sanüel, Abzw. Gentli-Grabs) machten wir eine kurze Pause. Franz durfte dort die verschneite Sitzbank testen. Wir wanderten unterhalb von Sanüel (1.280 m) vorbei und bei Bruggers Maisäß (1.200 m) hinunter ins Gauertal. Beim schneebedeckten Gauertalweg wanderten wir abwärts nach Latschau Kraftwerk zur Bushaltestelle. Es war eine wunderschöne Winterwanderung. Vom Kraftwerk fuhren wir mit dem Landbus 601 nach Tschagguns Bahnhof. Mit dem Zug REX1 fuhren wir zum Bahnhof Feldkirch.

Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte die auf jeder Tafel die kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 89.53W).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/
Pos.01.) Tschagguns, Anbrg. Bus-Hst. Latschau, VWW 89.053W (START der Wanderung)
Pos.02.) Tschagguns, Anbrg. Feuerwehrhaus Latschau, VWW 89.145
Pos.03.) Tschagguns, Anbrg. Gauertalweg Abzw. Mattschwitzerweg, Golmerbach 1033 m, VWW 89.077
Pos.04.) Tschagguns, Anbrg. Gauertalweg Abzw. Gafazutweg, VWW 89.076W
Pos.05.) Tschagguns, Anbrg. Gafazutweg Abzw. Schluchtweg Mülli Rasafeibach, Mülli 1.040 m, VWW 89.069
Pos.06.) Tschagguns, Anbrg. Gafazutweg Abzw. Sanüel, Zeraues 1060 m, VWW 89.068
Pos.07.) Tschagguns, Anbrg. Gafazutweg-Abzw. Schluchtweg oberhalb Einhauser, VWW 89.147
Pos.08.) Tschagguns, Anbrg. Gafazutweg Abzw. Ruchweg Neierstolla, Neierstolla 1075 m, VWW 89.065
Pos.09.) Tschagguns, Anbrg. Gafazutweg Abzw. Güterweg Gentli, VWW 89.110W
Pos.10.) Tschagguns, Anbrg. Ziegerbergstraße Abzw. Gafazutweg, VWW 89.128
Pos.11.) Tschagguns, Anbrg. Ziegerbergstraße, Abzw. bei Gasthaus Mittagsspitze, VWW 89.129
Pos.12.) Tschagguns, Anbrg. Grabs Maisäß, Grabs Maisäß 1365 m, VWW 89.113W
Pos.13.) Tschagguns, Anbrg. Grabs, Nähe Berggasthof, VWW 89.114W
Pos.14.) Tschagguns, Anbrg. Güterweg Sanüel, Abzw. Fußweg Gafatura, VWW 89.112
Pos.15.) Tschagguns, Anbrg. Güterweg Sanüel, Abzw. Gentli-Grabs, VWW 89.109W
Pos.16.) Tschagguns, Anbrg. Güterweg Sanüel Maisäß Brugger, VWW 89.108W
Pos.17.) Tschagguns, Anbrg. Volspora, VWW 89.071W
Pos.18.) Tschagguns, Anbrg. Gauertalweg Ruafabrücke, VWW 89.105W
Pos.19.) Tschagguns, Anbrg. Gauertalweg Piz, VWW 89.116
Pos.20.) Tschagguns, Anbrg. Gauertalweg Abzw. Gafazutweg, VWW 89.076W
Pos.21.) Tschagguns, Anbrg. Bus-Hst. Latschau, VWW 89.053W (ENDE der Wanderung)

 Zur Information:
Bergwanderung, min. Höhe 998 m, max. Höhe 1.381 m, Distanz 9,7 km, Höhenmeter Anstieg 406 m, Höhenmeter Abstieg 406 m, in Bewegung: 02 h 41 min
260129 V50plus Latschau-Ziegerberg-Grabs-Latschau, WW, BF, GSt, 29.01.2026

Text: Arno Huber
Fotos: Gisela Stein, Arno Huber