Lingenau – Quelltuff – Drahtbrücke – Negrellibrücke
Am Donnerstag, 10.04.2025 bei schönem Wetter fuhren wir mit dem Zug von Feldkirch nach Dornbirn. Mit dem Landbus 860 fuhren vom Bahnhof Dornbirn zur Bushaltestelle Lingenau St. Anna.
Bei der St. Anna Kapelle (669 m) starteten wir unsere Rundwanderung und wir wanderten abwärts auf dem St. Anna Sträßchen zum Kapf (655 m) und nach Heselhalden (618 m). Beim Vorarlberger Wanderwegweiser (VWW) Heselhalden <
Ein ehemaliges Badehaus mit vielen spannenden Geschichten. Nachdem im Haus vor dem ersten Weltkrieg Tonele‘s Badehaus untergebracht war, lag der Name BADHUS nahe. Fließendes Wasser und Heizung waren damals Luxus. Die Lingenauer trafen sich in Abteilen im Erdgeschoß, wo ihnen Tone die Wannen mit Wasser aus dem Dorfbrunnen – der heute noch direkt vor dem Haus liegt – füllte und für ihr Bad wärmte. Uns empfing aber nicht Tone im BADHUS, sondern die sehr freundliche Sarah mit ihrem Team im schönen umgebauten Café und Unverpacktladen zum feinen Mittagsgericht. Anschließend noch ein Cafe mit einer hervorragenden Tortenkreation. Wir bedankten uns beim freundlichen BADHUS-Team und wünschten weiterhin viel Erfolg mit dem CAFE-BADHUS.
Direkt vor dem BADHUS stiegen wir in den Landbus ein und fuhren über Egg zum Bahnhof Dornbirn und von dort mit dem Zug nach Feldkirch.
Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte die auf jeder Tafel die kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 51.12).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/
- 250410 Lingenau, Anbr. Straßenkreuzung bei Annakapelle, St. Anna 668m, VWW 51.12 Quelltuff-Lehrpfad (START der Wanderung)
- 250410 Lingenau, Anbr. St. Anna (Meusburger), VWW 51.28
- 250410 Lingenau, Anbr. Heselhalden, Heselhalden 618 m, VWW 51.05
- 250410 Lingenau, Anbr. Abzweigung Drahtsteg, VWW 51.04
- 250410 EGG, Anbr. Hoftobel – Einmündung zum Drahtsteg, VWW 23.12
- 250410 Egg, Anbr. Großdorf Außerfeld, Kreuzung Drahtsteg-Galgenbühel, VWW 23.11
- 250410 Egg, Anbr. Großdorf – Außerdorf (Kapelle), VWW 23.07
- 250410 Egg, Anbr. Großdorf-Außerdorf, Abzw. Rieseweg, VWW 23.82
- 250410 Egg, Anbr. Großdorf – GH Adler, VWW 23.08
- 250410 Egg, Anbr. Weiher, Weiher 670 m, VWW 23.18
- 250410 Egg, Anbr. Sennhaus Stocker, Stocker 730 m, VWW 23.19
- 250410 Egg, Anbr. Heckisau, VWW 23.13
- 250410 Lingenau, Anbr. Brücke Gschwendtobel, Gschwendtobel 596 m, VWW 51.21
- 250410 Lingenau, Anbr. Gschwendtobelweg – Abzw. hinauf nach Hehl, VWW 51.35
- 260410 Lingenau, Anbr. Gschwend, Brücke Lingenau-Großdorf, Gschwend 680 m, VWW 51.22
- 250410 Lingenau, Anbr. bei Bildstock, VWW 51.02
- 250410 Lingenau, Anbr. Dorfplatz, Lingenau 685 m, VWW 51.01 (ENDE der Wanderung)
QUELLTUFF Information: Wenn aus Wasser Steine werden
Eines der beeindruckendsten Naturphänomene in Vorarlberg ist der Quelltuff in Lingenau. Man kann auf diesem Naturlehrpfad beinahe in Echtzeit erleben, wie sich Steine bilden. Aber was ist überhaupt dieser Quelltuff? Die Bezeichnung Tuff ist aus geologischer Sicht falsch. Als Tuff wird Gestein bezeichnet, das aus verfestigter vulkanischer Asche entstanden ist. Als die Römer um 15 v. Chr. Vorarlberg eroberten, kamen sie auch in den Bregenzerwald. Das seltsame Gestein, das sie hier vorfanden, erinnerte sie an die Gesteine in ihrer Heimat in Süditalien und sie benannten es nach diesem Tuffgestein. Aber wie entsteht dieser Quelltuff nun wirklich? Ohne Moos nix los! Damit Quelltuff-Gestein entstehen kann, braucht es einige Zutaten. Und die sind in Lingenau optimal vorhanden. Der Großteil der Gemeindefläche liegt auf einer Gletschermoräne oder nacheiszeitlich gebildeten Schotterflächen. Diese Flächen sind sehr wasserdurchlässig, das Gestein großteils kalkhaltig. Wenn das kalkhaltige Wasser an die Oberfläche kommt und über Moosteppiche, Algenteppiche oder Kolonien von Cyanobakterien fließt, wird eine größere Kalkmenge abgelagert, weil diese Organismen für die Photosynthese dem Wasser Kohlenstoffdioxid entziehen und der Kalk dadurch ausfällt. Der Kalk legt sich um Äste, Steine, kleine Bäume usw. und es entstehen nach oben wachsende Gebilde oder Stufen in Bachterrassen. So können bei guten Bedingungen Kalksedimente von bis zu 20 mm pro Jahr wachsen. Innerhalb weniger Jahrhunderte entstehen so meterhohe Strukturen. Der Quelltuff wurde lange Zeit auch als Baumaterial verwendet. Er war leicht, stabil, gut isolierend und feuerbeständig. Ein Beispiel findet man noch heute an den Grundmauern der St. Anna Kapelle in Lingenau. Quelle: Vorarlberg Travel
Zur Information Bergwanderung:
250410 V50plus Quelltuff-Drahtbrücke-Negrellibrücke-Lingenau BF 10.04.2025
Bergwanderung, min. Höhe 548 m, max. Höhe 730 m, Distanz 7,66 km, Höhenmeter Anstieg 345 m, Abstieg 334 m, min. in Bewegung: 02 h 19 min
Text: Arno Huber; Fotos: Maria Speckle, Günter Schabus, Arno Huber











































































