Pischa-Hüreli 2.444m-Mäderbeiz-Dörfji

Pischa-Hüreli 2.444m-Mäderbeiz-Dörfji

Bei schönem Wetter, mit nur leichter Bewölkung, fuhren wir am Donnerstag, 19.03.2026 um 07.30 Uhr mit dem PKW von Feldkirch nach Davos Dorf. Von dort machten wir eine eindrückliche PKW-Fahrt auf der Flüelapassstrasse ins verschneite Flüelatal zur Talstation Pischabahn Dörfji. Mit der Pischa Pendelbahn, die eine Länge von 2.026 m hat und eine Höhendifferenz von 680 m überwindet, fuhren wir in 8 Minuten zur Bergstation der Pischabahn auf eine Höhe von 2.483 m. Bei der Bergstation hatten wir einen wunderbaren Blick ins Flüelatal, flankiert vom dem Flüela Wisshorn (3.085 m) auf der linken Seite und rechter Hand vom Flüela Schwarzhorn (3.147 m). Auf der Pischa, früher eines der angesagtesten Skigebiete von Davos, sind alle Skilifte abgebrochen worden. Eine wohltuende Stille, vermischt mit grandioser Aussicht hatte uns, die alternativen Wintersportler, verzaubert. Schmale Schneepisten sind nur noch für Winterwanderer und Schneeschuhläufer ausgesteckt. Nach dem wir auf der Plattform der Bergstation die wunderbare Aussicht genossen hatten, zogen wir unsere „Isele“ auf die Winterwanderschuhe an, da der Winterwanderweg nicht gewalzt war und auf kurzen Strecken recht steil war. So wanderten wir auf dem Winterwanderweg Nr. 3 von der Pischa Bergstation (2.483 m) in Richtung Pischagrat (2.486 m) los. Es hatte vor kurzem etwas geschneit, so dass wir im Neuschnee eine kleine Spur zogen. Vor der Flüelameder (2.460 m) machten wir auf zwei Sitzbänken, die auf einem Schlitten montiert waren, unseren ersten Halt. Die warmen Sonnenstrahlen genossen wir, genauso wie die traumhafte Aussicht. Der Schnee knirschte beim Wandern so laut, so dass es bei uns Emotionen an früher weckte, wo man bei klirrender Kälte in die Schule laufen durfte. Immer am Grat entlang, der aber immer mehrere Meter breit war, in einem ständigen auf und ab, erreichten wir nach Flüelameder (2.460 m) das Hüreli Joch (2.409 m). Einige entschieden sich den kurzen steilen Anstieg im Tiefschnee zum Hüreli Ostgrat (2.452 m) in Angriff zu nehmen, um den Fotopoint am Ost-Gipfel zu erreichen. Der Fotopoint am Ost-Gipfel bestand aus einem großen Holzrahmen, in dem man sich zum Fotografieren hineinstellen konnte. Dies wurde auch ausgiebig für außergewöhnliche Fotos genutzt. Den steilen Abstieg vom Ost-Gipfel im Tiefschnee hatte eine Wanderin dann doch unterschätzt und so rutschte sie, unter der allgemeinen Erheiterung, auf dem Hosenboden zum Joch hinunter. Eine Schneestange vor dem Joch hatte sie gerade noch elegant umkurvt!! Und das großartige daran, die Hosenbodenfahrt wurde zufällig auf Video aufgenommen. Auf dem Berggipfel Hüreli (2.444 m) machten wir eine Pause, um eine der spektakulärsten Aussichten auf die umliegenden Täler und Bergspitzen zu genießen. Folgende Bergspitzen, sogar bis nach Vorarlberg, konnten wir betrachten, von links nach rechts: Hüreli Ostgrat (2.452 m), Pischahorn (2.980 m), Gorihorn (2.987 m), Jörihorn (2.845 m), Flüela Wisshorn (3.085 m), Flüela Schwarzhorn (3.147 m), Brunhorn (2.742 m), Sentisch Horn (2.827 m), Piz Kesch (3.418 m), Baslersch Chopf (2.629 m), Rheinwaldhorn (3.402 m), Oberalpstock (3.328 m), Schiahorn )2.709 m), Weissflue (2.843 m), Gamsberg (2.385 m), Naafkopf (2.571 m), Panüelerkopf (2.860 m), Schesaplana (2.965 m), Drusenfluh (2.827 m), Großer Turm (2.830 m), Rätschenhorn 2.703 m), Sulzfluh (2.818 m), Madrisahorn (2.826 m), Rote Wand (2.704 m), Schildflue (2.887 m). Die Pause auf dem Berggipfel Hüreli war mehr als verdient, da die Distanz von der Bergstation Pischabahn (2.483 m) bis zum Berggipfel Hüreli (2.444 m), in einem ständigen Auf- und Ab im Schnee, doch anstrengende 3,6 km war. Nach der kleinen Jause wanderten wir wieder auf demselben Gratweg Nr. 3 zurück. Aber nach Flüelameder (2.460 m) bzw. ca. 870 Meter vor der Bergstation Pischabahn wechselten wir vom Winterwanderweg Nr. 3 auf den Winterwanderweg Nr. 2 in Richtung Mäderbeiz hinunter. Jetzt hieß es in einer wunderschönen Winterlandschaft viele Höhenmeter abzubauen. So waren wir froh in 2.006 m Höhe in die urige, heimelige Mäderbeiz Pischa bei Catherine und Otto (www.forgotten-mountain.ch) zum Mittagessen einkehren zu können. Es war Selbstbedienung angesagt und so holten wir uns bei den Hüttenwirten, Catherine und Otto, Getränke und fein schmeckende Speisen. Nach dem wir uns gestärkt und die müden Füße etwas ausgeruht hatten, brachen wir zum Abstieg des letzten Teilstückes auf. Zuerst aber zogen wir wieder unsere „Isele“ an. Dies war auch notwendig, denn, wenn auch der Winterwanderweg ab der Mäderbeiz einem schneebedeckten Güter-Sträßchen folgt, so gab es doch teilweise steilere und vereiste Abschnitte zu bewältigen. Es war kein Wölkchen mehr am blauen Himmel zu sehen und so machte uns eine vorbeikommende Winterwanderin ein Gruppenfoto mit dem strahlenden weißen Flüela Wisshorn (3.085 m) im Hintergrund. Nach der Überquerung des Höfji-Baches gelangten wir, nach 908 Höhenmeter abstieg im Schnee, gut gelaunt zum Parkplatz Dörfji bei der Talstation der Pischabahn. Es war eine erlebnisreiche und anstrengende Winterwanderung mit vielen fantastischen Eindrücken. Mit dem PKW fuhren wir gemütlich vom Parkplatz Dörfji nach Davos-Dorf, Klosters, Küblis, Schiers im Prättigau und von dort über Landquart nach Feldkirch.

Zur Information:
Winter-Bergwanderung, min. Höhe 1.799 m, max. Höhe 2.486 m, Distanz 10,7 km, Höhenmeter Anstieg 223 m, Höhenmeter Abstieg 908 m, in Bewegung: 03 h 29 min
260319 V50plus Pischa-Hüreli 2.444m-Mäderbeiz-Dörfji, WW, GSt, BF, 19.03.2026

Text: Arno Huber
Fotos: Gisela Stein, Maria Speckle, Michael Zimmermann, Waltraud Prantl, Emmi Huber, Arno Huber