Plötzlich Pflegefall

Es kann jeden oder jemanden im unmittelbaren familiären Umfeld treffen. Oft passiert es absehbar, sozusagen schleichend, manchmal beispielsweise nach einem Schlaganfall unvermittelt und unerwartet. Was zu tun ist, wenn jemand zum Pflegefall wird und welche Unterstützung in unserer Stadt in solchen Fällen angeboten werden, darüber referierten Walter Fontana, Herbert Lins und Thomas Winzek in der Sparkasse in Feldkirch. Über 40 Mitglieder des Feldkircher Seniorenbundes ließen sich diese Vorträge nicht entgehen.

Thomas Winzek von der Servicestelle Pflege und Betreuung erklärte die Leistungen von Case Management, die Angebote des Mobilen Hilfsdienstes, welcher eine Betreuung hilfsbedürftiger Personen wahrnimmt und mit MOP (Mohi putzt) bei Bedarf auch Hausarbeiten erledigt. Auch Essen auf Rädern mit derzeit täglich 120 Essen, die Tagesbetreuung und die 24-Stunden-Betreuung waren Themen seines interessanten Vortrages.

Walter Fontana als Obmann des Krankenpflegevereins Tosters verwies in seinem Vortrag auf die hervorragende Zusammenarbeit der 5 Feldkircher Krankenpflegevereine, die derzeit über 5016 Mitglieder verfügen. Mit 42 ehrenamtlichen Funktionären und 24 Pflegefachkräften und Pflegeassistentinnen werden derzeit 750 Patientinnen und Patienten betreut.

Herbert Lins schließlich ging in seinem Referat auf die stationäre Pflege ein. Mit 236 Pflegebetten und 32 Betten für die Kurzzeitpflege ist Feldkirch bestens aufgestellt. Dabei beherbergen die Häuser Gisingen, Tosters, Nofels und Schillerstraße zumeist auch die Krankenpflegevereine, den MOHI und auch öffentliche Büchereien sowie zentrale Dienste.

Nach diesen Vorträgen zum Thema Pflege gab es noch höchst informative Ausführungen durch Günther Weber von der Sparkasse Feldkirch über Zukunftsperspektiven unserer Gesellschaft. „Wie Megatrends unsere Gesellschaft beeinflussen“ war der Titel seines spannenden Vortrages.