Reise nach Tirol vom 6. – 8.9.21 (Achensee – Hall i.T. – Schwaz Silberbergwerk – Zugspitze – Kloster Ettal)

Nach einem Jahr coronabedingter Pause konnten wir im September 2021 erfreulicherweise wieder eine SB-Mehrtagesreise mit 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern starten. Die Kontrolle der 3-g-Nachweise verlief bei allen TeilnehmernInnen erfolgreich. Der Wetterbericht für die kommenden Tage war hervorragend und unsere Reiseorganisatorin und Reiseführerin Isabella Wolf dementsprechend guter Dinge. Ein kleiner positiver Ausgleich zu unserer Reise im Jahre 2019 mit viel Regen.

Die Fahrt mit dem goldenen Hagspiel-Bus mit Schaffeuer Günther Bereuter startete um 7 Uhr durch den Hinterwald in Richtung Arlbergpass zur ersten Pause bei der Autobahnraststätte Pettnau. Weiter ging es auf der Autobahn durchs Tiroler Inntal bis Jenbach und hinauf nach Pertisau am Achensee (größter See in Tirol, 737 m2-Fläche, 133m größte Tiefe,). Leider konnte die Zahnradbahn von Jenbach zum Achensee nicht benutzt werden, weil sie wegen Pleite derzeit nicht mehr im Betrieb ist.

Vom schönen Fremdenverkehrsort Pertisau konnten wir mit der „Innsbruck“ eine ruhige Schifffahrt zur Anlegestelle Scholastika machen und waren damit schon beim Restaurant Fischerwirt, wo für uns Plätze für das Mittagessen reserviert waren.

Nach dem guten Mittagessen ging es mit dem Bus wieder zurück „ins Tal“, zuerst zu einem kleinen Abstecher in das kleine „Glasstädtchen“ Rattenberg und dann in den Ort Münster zu unserem Hotel HAUSERWIRT. Im Hotel waren die Zimmerschlüssel, dank guter Vorarbeit von Isabella und Josef, bereits vorbereitet und alle konnten schnell ihre Zimmer beziehen. Beim Restaurant und Hotel HAUSERWIRT angeschlossen ist ein Pferdestall (ca. 20 Reit- und Zuchtpferde) sowie eine Landwirtschaft mit ca. 40 Kühen. Das Besondere dabei ist, dass einige Pferdeboxen direkt an den Speisesaal angebaut sind und durch Fenster die Pferde daher von den Gästen gesehen werden können und natürlich auch umgekehrt.

Nach dem Abendessen wurden wir von Musiker Hans mit dezenter Musik, garniert mit einigen Sprüchen, bestens unterhalten. Zu späterer Stunde stellte sich dann im Gespräch zwischen Franz Greber und Hans heraus, dass er vor genau 40 Jahren beim FC-Fest 1981 als einer der Musiker von der Gruppe „Original Fidelen Mölltaler“ in Schwarzenberg aufgetreten ist.

Am 2. Tag durften wir am Vormittag die Geschichte der Salz- und Marktstadt Hall i.T bei einer sehr interessanten Stadtführung kennen lernen. Dabei konnten wir neben den Informationen über die bewegte Vergangenheit im Besonderen die Altstadt als einen sehr attraktiven und lebendigen Teilbereich erleben. Es wurde und wird viel unternommen um Hall als lebenswerte Stadt zu gestalten.

Den Nachmittag verbrachten wir beim Silberbergwerk in Schwaz, zuerst beim Mittagessen in der Knappenschenke und dann bei der Führung im stillgelegten Bergwerk unter Tag. Alle, die sich in den Berg trauten, bekamen eine silbrige Regenjacke und einen Helm und dann ging es mit dem Stollenzügle in schneller und klappriger Fahrt ca. 800 Meter durch den engen Stollengang hinein in das ehemalige Bergwerk. An mehreren Stationen wurde uns durch Filme und Werkseinrichtungen die mühsame und gefährliche Arbeitsweise der Knappen zur damaligen Zeit vorgestellt. Für uns heute unvorstellbar, was diese Männer geleitstet haben, wenn man bedenkt, dass sie fast nur liegend, knieend oder sitzend in den Gängen arbeiten konnten und der tägliche Vortrieb Millimeter oder maximal Zentimeter betragen hat. Die Erfindungen der Zeit (Sprengpulver und Maschinen) machten die Arbeit zwar etwas leichter, dafür aber gab es in Amerika größere Silberfunde und damit ging das Geschäft in Schwaz allmählich zurück und wurde ganz eingestellt. Alle waren froh, als wir wieder Tageslicht gesehen haben und unsere „flotte“ Führerin das Zügle rechtzeitig zum Halten gebracht hat.

Ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Tag ging mit dem Abendessen im Hotel zu Ende. Vom Chef des Hauses bekamen wir auch diesen Abend, wie schon am ersten Tag, einen Schnaps spendiert und danach öffnete er noch seine große Witzkiste zum Vergnügen seiner Gäste. Josef Wolf wollte uns mit Gitarre und gemeinsamem Gesang nochmals in Schwung bringen, aber so ganz richtig wollte die Gesangesfreude – auch bei den Kirchenchormitgliedern – nicht aufkommen, obwohl Werner eigens die SB-Gesanghefte mitgebracht hat. Es war halt ein anstrengender Tag für uns Senioren! Josef, dir sei für deine Bemühungen ein großes Danke gesagt.

Der dritte und auch schon wieder letzte Reisetag begann nach dem zeitigen Frühstück mit der Abfahrt – inklusiv Gepäck – vom Hotel bereits um 7.30 Uhr, denn wir wollten die Auffahrt mit der Zugspitzbahn bei schönstem Bergwetter um 10 Uhr nicht verpassen.

Dank der zügigen Busfahrt waren wir bereits um 9.40 bei der Talstation der Ehrwalder-Zugspitzbahn. Alle Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmer waren für das Bergerlebnis mit der modernen Doppelmayr-Bahn bereit. Nach 10minütiger Auffahrt mit herrlichem Ausblick auf die umliegenden Orte Ehrwald, Lermoos usw. sowie auf die nahen Felsen der Zugspitze konnten wir die volle Aussicht auf das gewaltige Bergpanorama aus knapp 3000 m Höhe genießen. Man könnte den Eindruck gewinnen, die ganze Welt besteht nur aus Bergen.

Das, was auf der Zugspitze (2962m) für den Tourismus an Seilbahnen und sonstigen Gebäuden von Österreich und Deutschland (die Staatsgrenze verläuft genau über den Gipfel) errichtet wurde, ist einerseits ein Meisterwerk neuzeitlicher Baukunst und andererseits – aus meiner Sicht – auch bedenklich, wie wir Menschen mit der schönen Natur umgehen. Jeder möge sich selbst ein Urteil bilden. Es war ein besonderes Glück, dass das Wetter so mitgespielt hat und wir bei angenehmen Temperaturen den Rundgang auf den Plateaus machen konnten und die Berge rund um (soweit es die Sicht erlaubte) gesehen haben. Bei der Talfahrt konnten auch die zahlreichen Bergwanderer beobachtet werden, die den Fußweg, der immerhin mit ca. 5 Stunden angeschrieben ist, der Seilbahn vorgezogen haben.

Nach diesem Reisehöhepunkt machten wir uns auf die Fahrt nach Garmisch-Patenkirchen zum „GH Fischers´s Mohrenplatz“ zum Mittagessen. Rasch und gut wurden wir dort bedient, so dass uns am Nachmittag noch Zeit blieb, die nahe gelegene, bekannte Benediktinerabtei Ettal zu besuchen. Ettal ist nicht nur ein Kloster mit einer schönen Kirche, sondern ein ganzer Bezirk mit Basilika, Internat, Gymnasium, Klosterladen, Klostermarkt, Klosterhotel mit Restaurant, Cafe, Braustüberl, Klosterbrauerei, Schaukäserei und Alpenklimagarten. Auch wenn wir nicht alles besichtigen konnten und wollten, bekamen wir einen guten Überblick. Während die einen die Basilika und den Klosterladen besuchten, verkosteten die anderen das Klosterbier oder kauften eine Kleinigkeit im Klostermarkt.

Nach dieser letzten Besichtigung begaben wir uns nun auf die Heimfahrt über Reutte und das Lechtal mit einer Kaffeepause im Cafe vom GH Neue Post in Holzgau. Der letzte Reiseabschnitt, der wieder allen bekannt war, führte uns unfallfrei und wohlbehalten über den Hinterwald zurück nach Schwarzenberg mit planmäßiger Ankunft um 19.15 Uhr.

Zum Schluss ein großes DANKE an alle Beteiligten dieser Reise! Im Besonderen an unsere Reiseleiterin Isabella Wolf und Gatte Josef als Helfer, den guten Buslenker Günther, die Ausschussmitglieder Annelies, Paula, Hildegard und Werner, sowie an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fürs Dabeisein, für die Pünktlichkeit und die gute Gemeinschaft.

Berichtschreiber Albert  (Schwarzenberg, 9.9.2021)

Zur Erinnerung eine Auswahl von Fotos: