Schlins – Schnifis – Düns

Wir starteten in Schlins (497m), bei der Schlinser Pfarrkirche (Zur Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter), auf der Sonnenseite des Walgaus, unsere Wanderung. Von Schlins wanderten wir auf der Gurtgasse leicht bergauf gehend in Richtung Schnifner Ried (594m) und „Unter der Halde“
bei Schnifis. Auf diesem Teil der Wanderung hatten wir im Vordergrund einen herrlichen Blick auf Schlins sowie im Hintergrund auf den Fundlkopf (2401m), Galinakopf (2198m), Hohe Köpfe (2066m), Gurtisspitze (1778m), Drei Schwestern (2053m), Altmann CH (2435m), Hüser CH (1951m) und die Staubern-Hütte CH (1751m). In Schnifis

(657m) angekommen, zweigten wir in Richtung Bildstöckle beim Schnifer Tobel ab. Im Jahre 1629 wütete die Pest in Schnifis. Die Bürger von Düns errichteten aus Dankbarkeit, dass ihr Dorf Düns von der tödlichen Krankheit verschont geblieben war, ein
Bildstöckle. Bergaufgehend erreichten wir bald die Ortsmitte von Düns (758m) auf der Sonnenterasse des Walgaus. Im Jahre 824 wurde Tunis (Düns) erstmals urkundlich erwähnt. Besuchenswert in Düns ist auch das Lokal „mulino brot und wein“ ein kleines, aber feines Ambiente in der über 700 Jahre alten Mühle. Die einzige am ursprünglichen Ort erhaltene und derart alte Getreidemühle Vorarlbergs. Bitte beachten, dass man nur an zwei Wochenenden im Monat, gegen Voranmeldung, ein gemeinsames Menü genießen kann. Gleich nach der Ortsmitte von Düns überquerten wir auf einer Brücke den Montanastbach. Entlang des Montanastbaches gibt es noch heute alte Häuser (ab dem Jahr 1622), vorwiegend Doppelhäuser. Dort findet sich der Baustil der Walser, breitgelagerte zweigeschossige Blockbauten mit flachgeneigtem Dach. Die Häuser besitzen noch Würfelfries, Schachbrettfries und Butzenscheiben. Nun wanderten wir abwärts entlang des Tobels vom Montanastbach. Eingegraben in den Moränenschutt aus der Eiszeit, war der Montanastbach immer schon eine Bedrohung für das Dorf. Ab 1928 und nach dem Hochwasser zu Pfingsten 1999 wurden mehrere Schutzbauten errichtet. Auf einer offenen Lichtung erblickten wir schon Bienenstöcke, die für die Bienen vorbereitet wurden. In Fanaschga
(625m) angekommen, wanderten wir abwärts durch das Fanaschgatobel (560m) am Vermülsbach entlang, als uns eine Absperrung wegen Holzarbeiten die Weiterwanderung versperrte. So zweigten wir auf den Rönser bzw. auf das Schlinser Kirchwegle ab um zu unserem Ausgangspunkt, der Schlinser Kirche, zurückzukehren.

220224 SBF Schlins-Schnifis-Düns-Kirchweg-Schlins BERGFEX 24.02.2022

Bergwanderung Distanz 8,6 Km, Höhenmeter bergauf 272 m, bergab 275 m, min. Höhe 497 m, max. Höhe 754 m, in Bewegung: 2 h 25 min

Text und Fotos: Arno Huber