Sellamatt-Thurtaler Stofel-Sellamatt

Sellamatt-Thurtaler Stofel-Sellamatt

Wir fuhren bei schönem Wetter und etwa 4° C Außentemperatur am Donnerstag, 15.01.2026 um 09.00 Uhr mit dem Auto von Feldkirch nach Alt St. Johann (SG-CH) zur Talstation der Sellamattbahn.

Von der Talstation in Alt St. Johann fuhren wir mit der Kägi-Fret Bahn (Kombibahn mit Sessel und Gondeln) in 6 Minuten auf die Alp Sellamatt und so überwanden wir die ersten 500 Höhenmeter zur Bergstation Sellamatt (1.390 m). Die Sellamatt ist eine Hochalm oberhalb von Alt St. Johann im oberen Toggenburg im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Die Sellamatt ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Wir starteten unsere Winterbergwanderung bei der Bergstation Alp Sellamatt (Berggasthaus Sellamatt 1.390 m). Auf dem markierten Winterwanderweg, dem Toggenburger Sagenweg, wanderten wir von der Bergstation hinauf zur Ruestel Talstation. Dort bogen wir rechts ab Richtung Zinggen. Der Winterwanderweg führte uns in einem leichten Anstieg zuerst zum Mittelstofel (1.482 m) und Schribersboden (1.540 m) und danach zum Thurtalerstofel (1.563 m). Wir genossen diese herrliche Winterwanderung am Fuße der Churfirsten, auch wenn es am Anfang noch schattig und kalt war, zeigte sich doch bald die Sonne zwischen bzw. über den Churfirsten. Die Sonne verwandelte mit ihren Strahlen die Umgebung in eine Sagenlandschaft. Auf diesem Toggenburger Sagenweg oberhalb von der Alp Sellamatt passierten wir insgesamt 12 Tafeln mit Legenden und farbigen Illustrationen von Christine Peyer-Hüsler aus längst vergangenen Zeiten. Beispielsweise haben wir erfahren, wie die sieben Churfirsten-Berge entstanden sind. Anbei die Aufzählung der Gipfel der sieben Churfirsten-Berge: Vom Osten nach Westen: Chäserrugg (2.262 m), Hinderrugg (2.306 m), Schibenstoll (2.234 m), Zuestoll (2.235 m), Brisi (2,279 m), Frümsel (2.263 m), Selun (2.205 m, mit dem Wildenmannlisloch am Nordhang). Die Tafeln mit den Legenden wurden fotografisch von unserer Mitwanderin Waltraud festgehalten. Bei der Thurtaler Stofel Alp (1.560 m) mit der Sagentafel „Der Schatz vom Gräppelensee“ verzehrten wir bei wärmendem Sonnenschein und sagenhaftem Blick zu den Churfirsten unser Jausenbrot. Alsbald brachen wir auf und machten auf dem Hochplateau einen großen Bogen Richtung Engiboden (1.564 m). Auf diesem himmlischen Hochplateau hatten wir einen faszinierenden Blick vom weißen Deck des „Thurtaler Raumschiffes“ auf die hervorragenden Bergspitzen und in das Rheintal. Auch Norbert war fasziniert und betrachtete aufmerksam das „Thurtaler Raumschiff“ (siehe die Fotos). Nach diesem sagenhaften Rundumblick stiegen wir vom weißen Deck des „Thurtaler Raumschiffes“ herunter und wanderten abwärts zum Schribersboden (1.540 m). Danach auf derselben Route wieder via Mittelstofel zurück zum Zingger-Pub. Beim Zingger-Pub machten wir einen Einkehrschwung. Bei Kaffee und Schlorzifladen machten wir es uns auf der Terrasse gemütlich. Übrigens, der Schlorzifladen ist eine Runde Wähe (Wähen werden in diesem Toggenburger Gebiet des Gebäcks als Fladen bezeichnet) mit einer Füllung aus passierten Dörrbirnen und einem Rahm Guss. Der Kuchen gilt als Toggenburger Spezialität. Ja und vielen herzlichen Dank an Norbert, der den Kaffee und die feinen Schlorzifladen für die gesamte „Raumschiff“-Wandergruppe spendierte. Vom Zingger-Pub wanderten wir dann auf dem Winterwanderweg hinunter zur Bergstation der Sellamattbahn. Es war eine romantische Winterrundwanderung auf den Spuren alter Toggenburger Sagen durch eine verzauberte Wintermärchenlandschaft auf einem herrlichen Hochplateau mit dem „Thurtaler Raumschiff“.  Mit der Sellamattbahn fuhren wir zur Talstation und vom Parkplatz mit dem PKW wieder zurück nach Feldkirch.

Wegweisertafeln:
Pos.01.) Alpe Sellamatt 1390m (START der Wanderung)
Pos.02.) Thurtalerstofel 1559m
Pos.03.) Alpe Sellamatt 1390m (ENDE der Wanderung)

 Zur Information:
Bergwanderung, min. Höhe 1.395 m, max. Höhe 1.566 m, Distanz 8,4 km, Höhenmeter Anstieg 190 m, Höhenmeter Abstieg 187 m, in Bewegung: 02 h 14 min
260115 V50plus Sellamatt-Thurtaler Stofel-Sellamatt, BF, 15.01.2026

Text: Arno Huber;
Fotos: Gisela Stein, Waltraud Prantl, Emmi Huber, Arno Huber