Sonntag Stein – Breithornhütte

Sonntag Stein – Breithornhütte

Zu unserer Winterwanderung am Donnerstag, 20.02.2025 trafen wir uns bei der Talstation der Pendelbahn Sonntag Stein. D.h. wir fuhren zuerst mit der Pendelbahn (Gondelbahn) von Sonntag zur Bergstation Sonntag-Stein. Bei schönem Wetter mit etwas bedecktem Himmel starteten wir unsere Winterwanderung beim Wanderwegweiser VWW 83.041, Stein Wiesa (1.293 m), unterhalb der Talstation der Doppelsesselbahn Oberpartnom. Auf dem gut präparierten Winterweg wanderten wir aufwärts in Richtung Vorderes Steinbild (1.342 m), von dort konnten wir einen Blick auf die schön gelegene Rosenkranzkapelle in Sonntag Stein/Steinbild werfen. Im Hintergrund erhoben sich die majestätischen schneebedeckten Berggipfel wie Blasenka (2.004 m), Hochlicht (2.109 m), Zitterklapfen (2.403 m) und die Hochkünzelspitze (2.397 m). Weiter aufwärts durch den Wald konnte man zwischendurch das Zafernhorn (2.107 m) erkennen. Beim Wanderwegweiser Güterweg Stein – Steinbild, Abzw. Unterpartnomalpe, Winterwanderweg VWW 83.043W bzw. beim Steinbild Grillplatz (1.402 m) machten wir eine kurze Trinkpause. Vor der imposanten Echowand zweigten wir rechts ab und erreichten aufwärts wandernd nach einigen Kehren die Unterpartnomalpe Sennerei bzw. die Unterpartnom-Alpe 1.561 m, mit dem Wegweiser VWW 83.046. Von dieser schneebedeckten Hochfläche genossen wir eine wunderbare Aussicht auf viele Bergspitzen wie Hochplanken (2.068 m), Damülser Mittagsspitze (2.095 m), Tälispitze (2.000 m), Kreuzspitze (1.944 m), Löffelspitz (1.962 m), Türtschhorn (2.096 m), Glatthorn (2.133 m), Zafernhorn (2.107 m), Blasenka (2.004 m), Hochlicht (2.109 m), Zitterklapfen (2.403 m) und die Hochkünzelspitze (2.397 m). Nach der Unterpartnomalpe wanderten wir unter der Doppelsesselbahn Oberpartnum durch und zweigten aufwärtsgehend links ab Richtung Oberpartnom. Wir überquerten die Schipisten und schon zeigte sich am Ende des in der Sonne glänzenden Winterwanderweges die Breithornhütte bzw. die Alpe Oberpartnom. Schon bald erreichten wir die Oberpartnomalpe (1.655 m) beim Wanderwegweiser VWW 83.066. Von dort stapften wir auf dem Winterweg noch einige Höhenmeter hinauf zur Breithornhütte (1.680 m). Zum Glück hatten wir bei der freundlichen Kathi die Plätze vorreserviert. Von der sonnenbeschienenen Terrasse in die dunkle Hüttenstube hineinspaziert, verwechselte ich versehentlich die Seniorchefin Martha mit Kathi. Martha nahm meine Entschuldigung sehr humorvoll zur Kenntnis. Martha hatte uns zwei große Tische auf der sonnigen Terrasse vorbereitet, wo wir zum ausgezeichneten Mittagessen von dem Hüttenteam bestens bedient wurden. Bei diesem fantastischen Ausblick auf die umliegenden Schneehänge und Berge wie Glattmar (1.930 m), Groriggenkopf (1.978 m) und Breithorn (2.081 m) war die Stimmung in der Wandergruppe ausgezeichnet. Eine volltönende, kräftige, helle Stimme nahmen wir auf der sonnigen Terrasse wahr. Es war Giselas resonanzreiche Echostimme, die den gesamten Terrassenraum mit Klang erfüllte. Seniorchefin Martha brachte freundlicherweise der lustigen Wandergruppe zum Abschluss eine Runde feines Schnäpsle. So schulterten wir unsere Rucksäcke und wanderten auf dem gleichen Winterwanderweg hinunter zur Unterpartnomalpe. Ein kurzer Aufenthalt bei der Informationstafel „Wandfluh-Klettersteig an der Echowand“ um die Kletterroute Schwierigkeitsgrad C n der Tafel anzuschauen.  In der Nähe der Echowand führte uns Gisela noch einmal ihr Talent der hellen resonanzreichen Echostimme vor.

Bei der Grillstelle bewunderten wir noch den großen „Lehmofen“. Offensichtlich wurde der Ofen aber nicht richtig beheizt, denn er zeigte im Außenmantel schon einige Risse. Bei der Abwärtswanderung zeigten sich im Südosten schon die dunklen Wolken. Dies störte uns nicht, denn bald erreichten wir die Bergstation der Pendelbahn Sonntag-Stein. Mit der Pendelbahn fuhren wir zur Talstation in Sonntag. Ein schöner Abschluss der attraktiven Winterwanderung ins das höchst gelegene Filmdorf Europas – der Film „Der Atem des Himmels“.

 

Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte die auf jeder Tafel kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 18.71W).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/

  1. Sonntag, Anbring. Stein, Seilbahn-Bergstation, Winterww. VWW 83.040W (START der Wanderung)
  2. Sonntag, Anbrg. Güterweg Sonntag-Stein, Abzw. Steinbild (unterhalb Seilbahn-BS), Stein Wiesa 1.293 m, VWW 83.041
  3. Sonntag, Anbr. Vorderes Steinbild, Abzw. Küngswald, Martinlochweg, Vorderes Steinbild 1.342 m, VWW 83.042
  4. Sonntag, Anbr. Güterweg Stein – Steinbild, Abzw. Unterpartnomalpe, Winterww. VWW 83.043W
  5. Sonntag, Anbr. Steinbild – Unterpartnom, Alter Wanderweg, VWW 83.147
  6. Sonntag, Anbr. Unterpartnomalpe Sennerei, Unterpartnom-Alpe 1.561 m, VWW 83.046
  7. Sonntag, Anbr. Oberpartnomalpe, Oberpartnomalpe 1.655 m, VWW 83.066
  8. Sonntag, Anbring. Stein, Seilbahn-Bergstation, Winterww. VWW 83.040W (ENDE der Wanderung)

 

Zur Information: Filmdorf Oberpartnom, Der Atem des Himmels (Film)
Der Atem des Himmels aus dem Jahr 2010 ist ein österreichischer Film. Es ist der erste abendfüllende Spielfilm, der vom österreichischen Musiker und Schriftsteller Reinhold Bilgeri realisiert wurde. Bilgeri ist dabei als Autor, Produzent und Regisseur nach seinem eigenen, 2005 erschienenen Roman, tätig. Seine Frau Beatrice Bilgeri übernahm die Hauptrolle. In einer Nebenrolle ist auch seine Tochter Laura zu sehen. Der Film beginnt im Juni 1953 in Vorarlberg. Die 41-jährige, aus dem Pustertal stammende, verarmte und verwitwete Adlige Erna von Gaderthurn sucht nach dem Tod ihres Vaters ein neues Leben in den Vorarlberger Bergen. Sie zieht als Lehrerin in die kleine Berggemeinde Blons im Großen Walsertal. Dort lernt sie den Volksschullehrer Eugenio Casagrande, zugleich einer der Pioniere der Lawinenforschung in Vorarlberg und die Liebe ihres Lebens, kennen.[1] Eugenio Casagrande möchte, dass Baron von Kessel einen besseren Lawinenschutz des Dorfes Blons umsetzt. Von Kessel meint, dass die Aufforstung des Bannwaldes ausreicht. Anfang Januar wird nach ersten Schneefällen durch abgehende Lawinen das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Jedes Geräusch kann weitere Lawinen auslösen. Erna von Gaderthurn muss die größte Lawinenkatastrophe in der Geschichte der Alpen miterleben: Die Zerstörung von Blons am 11. Januar 1954 durch zwei Lawinenabgänge vom Falvkopf. Zwei Drittel des Dorfes werden dabei zerstört. Es gibt viele Tote, die Verletzten werden im Haus des Lehrers behelfsweise untergebracht. Ein zweiter Lawinenabgang verschüttet auch Erna und Eugenio. Erna, die ein Kind von Eugenio erwartet, kann sich unverletzt befreien, Eugenio wird unter den Trümmern seines Hauses begraben, kann erst später ausgegraben werden und stirbt schließlich an inneren Blutungen. Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Der Atem des Himmels

 

250220 V50plus Sonntag Stein-Breithornhütte-Sonntag Stein BF 20.02.2025

Winter-Bergwanderung Distanz 8,94 km, Höhenmeter Anstieg 397 m, Abstieg 398 m, min. Höhe 1.296 m, max. Höhe 1.680 m, in Bewegung: 02 h 39 min

 

 

Text: Arno Huber; Fotos: Gisela Stein, Maria Speckle, Günter Schabus, Arno Huber