Stadtführung in Bregenz mit historischem Blick auf die Stadtentwicklung

Bregenz hat Geschichte, eine alte Geschichte. Wie wir alle wissen, gründeten bereits die Römer eine Stadt mit einem militärischen Stützpunkt.  Die Stadtführung begann bei der neu renovierten Stadtpfarrkirche St. Gallus. Unsere beiden Stadtführer Dr. Karl Dörler und Armin Heim erklärten, dass an dieser Stelle bereits vor dem Jahr 500 nach Christus eine Kirche gestanden hat, die der heiligen Aurelia zugschrieben wird. Also schon vor der Zeit von Kolumban und Gallus in Bregenz. Die Kirche in der jetzigen Form wurde nach den Plänen des berühmten Barockbaumeisters Franz Anton Beer im Jahr 1737 errichtet.

Mit dem schönsten Blick auf die historische Bregenzer Oberstadt vom Kapuzinerkloster aus ging die Führung weiter zur Lourdeskapelle, die seinerzeit von Fürst Raczynski gestiftet wurde, weil er für die Heilung seiner geliebten Frau so der heiligen Maria danken wollte.

Weiter ging der Weg über die Kirchstraße vorbei am Landesarchiv und am schmalsten Haus Europas am „Seebrünzler“ vorbei zum Leutbühel. Das GWL am Leutbühel war das erste Gemeinschaftswarenhaus im Land und wurde im Stil der 70er-Jahre errichtet. Eine bewegte Geschichte hat auch die Seekapelle, die in der jetzigen Form nie am See gestanden hat. Am See stand dort eine Vorgängerkirche auf einem viel niedrigerem Niveau.

Den Schlusspunkt bildete ein Blick auf des Vorarlberger Landesmuseum mit seiner interessanten Fassade, die mit den Böden von Kunststoffflaschen gestaltet worden ist. Die Idee dahinter? Findet man bei römischen Ausgrabungen viele Tonscherben, den Abfall dieser Zeit. Plastikflaschen bilden den Bezug zur heutigen Art des Abfalls. Eine interessante Betrachtungsweise.