Tschagguns – Ziegerberg – Bitschweil

Nach längerer Pause, auf Grund des schlechten Wetters, konnte unser Bergwanderführer Egon für Donnerstag den 17.10.2019 endlich mit seiner Wandergruppe wieder eine Wandertour starten.

Wanderstart in Tschagguns bei der Unterziegerbergstraße / Rasafeistraße beim Rasafeibach (735m). Gemütlich wanderten wir entlang der schmalen Straße in Richtung Ziegerberg hinauf bis die Straße in einen steilen Kiesweg überging. In Ziegerberg hatten wir einen fantastischen Blick nach Bartholomäberg, Itonskopf (2089m) Schruns, ins Silbertal und zur Wormser Hütte. Am Ortsende von der Parzelle Ziegerberg kamen wir an einem Bauernhof (1098m) vorbei, der sich „K. und K. staatlich geprüfter Grauviehzüchter“ nannte. Danach wanderten wir zur „Lederquelle“ (1080m) und zum Oberstufe VKW Kraftwerk, am Gampadelsbach gelegen, hinunter. Dieses VKW „Oberstufe Kraftwerk Gampadels“ (1078m) wurde im Jahr 1989 in Betrieb genommenen. 1925 ging die Unterstufe und 1989 die Oberstufe in Betrieb. Beide Kraftwerke nutzen das Wasserkraftpotential des Gampadelsbaches bis zur Mündung in die Ill.

Nach dem Kraftwerk wanderten wir fast eben auf einem schönen Waldpfad zum Bitschweiler See (Staubecken  Bitschweil). Unterhalb vom Bitschweiler See kehrten wir in die Bitschweiler Jausenstation ein, von wo wir eine tolle Aussicht zur Tschaggunser Mittagsspitze und der Zimba hatten. Danach spazierten wir gemütlich abwärts durch den Ortsteil Ganzenahl zu unserem Ausgangspunkt in Tschagguns zurück.

Kraftwerk Gampadelswerk (Oberstufe)

1925 ging die Unterstufe, 1989 die Oberstufe in Betrieb. Beide Kraftwerke nutzen das Wasserkraftpotential des Gampadelsbaches bis zur Mündung in die Ill.

In rund 1.560 m Seehöhe wird das Wasser im Speicher Fischkalter gefasst und gelangt über eine erdverlegte Rohrleitung zum Krafthaus der Oberstufe.

Nach der Abarbeitung von zwei Pelton-Turbinen kommt das Wasser zum Staubecken Bitschweil.

Kraftwerk Gampadelswerk (Unterstufe)

Der Bau des Gampadelswerkes (Unterstufe) wurde von der Vorarlberger Landesregierung am 21. Dezember 1921 beschlossen.
Kraftwerk in Betrieb seit 3. April 1925.

Wasser-Einzugsgebiet: 9,10 km2; Rohfallhöhe: 392 m; maximal nutzbare Leistung: 9,9 MW; Turbinentyp: eindüsige Peltonturbine (Freistrahlturbine)

Hersteller Turbine: Rüsch-Ganahl-Werke in Dornbirn; maximaler Turbinendurchfluss: 1.100 l/s; Drehzahl: 500/min; Generator-Nennleistung: Maschinengruppe 1 und 2: je 4 MVA (AEG-Union in Wien); Maschinengruppe 3: 5 MVA; Generator-Nennspannung: 6,2 kV; Regelarbeitsvermögen: 28,1 GWh/Jahr; Engpassleistung: 11,6 MW[4]

Speicher Bitschweil (Staubecken)

Der Speicher Bitschweil (auch Staubecken Gampadels) ist etwa 170 m lang und misst an der breitesten Stelle etwa 45 m. Er fasst nunmehr etwa 32.000 m3[5] und liegt auf 1076,5 m.ü.A. Das Wasser gelangt über eine Druckrohrleitung vom Kraftwerk Gampadels Oberstufe zum Krafthaus der Unterstufe und wird dort über weitere drei Maschinensätze

abgearbeitet und gelangt von dort in die Ill. Die Energie wird über das Umspannwerk Tschagguns in das Verbundnetz eingespeist. Länge der Druckleitung: ca. 655 m, Verlegung: Großteils in der Erde.

„Schualhüsle“ Bitschweil

Kulturelle und historische Bedeutung besitzt das im Jahre 1824 erbaute „Schualhüsle“ Bitschweil

Der Name Tschagguns

Über die Herkunft des Namens „Tschagguns“ gibt es verschiedene Versionen. Am wahrscheinlichsten trifft zu, dass das Wort vom keltischen iaccana stammt, das soviel wie Bad/Brunnen bedeutet. Hinzu kam hier die rätoromanische Aussprache des Anlautes als „tsch“ und die im Rätoromanischen gebräuchliche Betonung auf der zweiten Silbe. Das Gemeindegebiet von Tschagguns umfasst 57,68km2. Die natürlichen Grenzen des Ortes sind im Norden die Ill, im Süden die Grenze der Schweiz, im Osten St. Gallenkirch und im Westen Vandans. Tschagguns liegt im Gebirgszug des „Rätikon“, in den sich zwei größere Täler tief eingeschnitten haben, das Gauertal mit dem Rasafeibach und das Gampadelstal mit dem Gampadelsbach. Die Pfarrkirche von Tschagguns liegt 684m hoch. Die höchste Erhebung ist allerdings die Drusenfluh mit beachtlichen 2.835m. Die Einwohnerzahl des Ortes liegt derzeit bei rund 2.600. (http://galileo.telesis.at/content/aquaweg/tschagguns/index.html)

 

Bergwanderung Distanz 10,3 Km, Höhenmeter bergauf 434 m, bergab 441 m,

min. Höhe 679 m, max. Höhe 1110 m, in Bewegung: 3 h 23 min (ah)

Fotos: Arno Huber