Tschengla – Rufana Alpe
Bei bewölktem diesigem Wetter am Donnerstag, 30.01.2025 starteten wir vom Ferienpark Landal Bürserberg unsere Winterwanderung beim Winterwanderwegweiser VWW 16.43W. Zuerst wanderten wir noch auf der schmalen geteerten Straße Richtung Tschengla Dunza 1.175 m, dann beim Schwabenhaus vorbei zum Tschengla Parkplatz Rona 1.220 m. Ab hier begann der präparierte Winterwanderweg. Da der Winterwanderweg gut begehbar war, brauchten wir keine „Isele“ an den Wanderschuhen. So wanderten wir beim Husky Toni vorbei hinauf zur Rona Alpe (1.230 m). Hier machten wir eine kleine Trinkpause und konnten trotz diesigem Wetter, Richtung Norden den Walserkamm mit dem höchsten Berggipfel, die Tälispitze (2.001 m) und gegen Osten die Zimba (2.643 m) betrachten. Von der Rona Alpe aus wanderten wir Richtung Abzweigung Güterweg Burtschalpe. Von dort wanderten wir in einer verzauberten winterlichen Landschaft auf dem verschneiten präparierten Kohlgrubweg (1.225 m) über den Mühlebach zum Maisäß Burtscha (1.213 m). Hier öffnete sich für uns der Blick ins Klostertal, wo sich besonders der Gipfel des Roggelkopfes (2.284 m) hervorhob. Richtung Osten sahen wir bereits unser Ziel die Rufana Alpe (1.235 m) und im Hintergrund die mächtige Zimba (2.643 m). Auf Empfehlung von Josef (Obmann vom Chor Cantemus Bürserberg) machten wir bei der Rufana Alpe einen Einkehrschwung. Seniorchefin Raffaela wies uns einen großartigen Sitzplatz zu, mit einer wunderbaren Aussicht zum Walserkamm und zum Hohen Fraßen (1.979 m). Die freundliche und zuvorkommende Raffaela servierte einen ausgezeichneten Kaiserschmarren, sowie ein fein schmeckendes Dessert. Bald musste unsere fröhliche Wandergruppe wieder aufbrechen. Und siehe da, als wir aus der Rufana Alpe hinaustraten, empfingen uns wärmende Sonnenstrahlen mit fast blauem Himmel mit nur wenigen Wolken. So wanderten wir gut gelaunt wieder auf dem Kohlgrubweg Richtung Rona Alpe. Unterwegs hatten wir eine herrliche Sicht zur Zimba („Vorarlberger Matterhorn“), wo uns Sigi auf die Sarotla-Hütte (1.611 m), die am Fuße der Zimba (2.643 m) liegt, aufmerksam machte. Weitere Bergspitzen konnten wir jetzt wesentlich besser erkennen, wie: Loischkopf (1.810 m), Mondspitze (1.967 m), Tälispitze (2.001 m) und den Roggelskopf (2.284 m). Das Hochplateau Tschengla sprühte eine eigene Mystik aus und so kehrten wir mit vielen Eindrücken zum Ausgangspunkt, dem Ferienpark Landal bzw. Parkplatz Güter (1.170 m) zurück.
250130 V50plus Tschengla-Rufana Alpe-Tschengla BF 30.01.2025
Winter-Bergwanderung Distanz 5,21 km, Höhenmeter Anstieg 145 m, Abstieg 147 m, min. Höhe 1.101 m, max. Höhe 1.248 m, in Bewegung: 01 h 29 min
Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte die auf jeder Tafel kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 16.43W).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/
- Bürserberg, Anbrig. Einhornbahn 2, Parkplatz Güter 1.170 m, VWW 16.43W (START der Wanderung)
- Bürserberg, Anbring. Kreuzung Dunza, Tschengla Dunza 1.175 m, VWW 16.41W
- Bürserberg, Anbr. Dunza Weg Rodelbahn -Ronasäge Abzw. Vilschena, VWW 16.39W
- Bürserberg, Anbr. Einfahrt Wanderparkplatz, Tschengla Parkplatz Rona 1.220 m, VWW 16.42W
- Bürserberg, Kreuzung Rona Säge, Tschengla Ronasäge 1.230 m, VWW 16.53W
- Bürserberg, Anbr. Unterhalb Rona Alpe vor Ruhebänken, Ronaalpe 1.230 m, VWW 16.55W
- Bürserberg, Anbr. Güterweg Burtschaalpe Abzw. zur Talst. Einhornbahn 2, VWW 16.44W
- Bürserberg, Anbr. Kohlgrubweg Abzweigung Parkplatz Rona, Kohlgrubweg 1.225 m, VWW 16.87
- Bürserberg, Anbr. Kohlgrubweg bei Maisäß Burtscha, Maisäß Burtscha 1.213 m, VWW 16.74
- Bürserberg, Anbrig. Einhornbahn 2, Parkplatz Güter 1.170 m, VWW 16.43W (ENDE der Wanderung)
Zur Information: Steinkreise auf dem Hochplateau Tschengla
Neolithische Steinkreise am Bürserberg. Voller Geheimnisse sind die gewaltigen, neolithischen Steinkreise am Bürserberg, deren wahre Bedeutung wir nur erahnen können.
Prähistorische Kalenderanlage. Die am Bürserberg entdeckten Steinkreise sind vermutlich Kultplätze unserer Vorvorfahren. Menschen konnten dort Kraft tanken und vielfach wurden an solchen Plätzen Heilprozesse in Gang gesetzt. Das ist die Meinung namhafter Wissenschaftler, die im Oktober 2003 in Bürserberg tagten. Ziel der Tagung war es, mehr über die kulturellen Leistungen unserer Vorfahren und über die Einflüsse von Störzonen, Kraftplätzen und Wasseradern auf den Menschen zu erfahren. Der Expertenkreis war hochkarätig. Er setzte sich aus Herzchirurgen, Astronomen, Mythenforschern, lokalen Geschichtsforschern, Geomanten (professionelle Rutengänger) und Messtechnikern zusammen. Herr Gerhard Pirchl konnte auf Grund seiner hohen Sensibilität in Bezug auf Störungsfelder und Wasseradern die Steinkreise orten und für sich rekonstruieren. Er fand an den Plätzen Adernkreuze und eine hohe Kraftfeldkonzentration. Die astronomische Ausrichtung lässt Vergleiche mit allen berühmten, europäischen Anlagen zu und deutet auf eine gigantische Kalenderanlage aus dem Neolithikum (5.000 bis 1.900 v.Chr.) hin. Kultplatz mit Blick auf eine steinerne Gottheit, wie einst von griechischen und römischen Geschichtsschreibern für die Nachwelt aufgezeichnet: Göttin Raetia. Sie bestimmt den Fluß des Lebens. Römischer Tradition folgend, wurden alle Wasser Raetia, der Herrin der Natur, geweiht. Niemand kann sich der Mystik dieser Steinkreise entziehen. Wer bereit ist, spürt den einzigartigen Zauber und empfindet Kraft seiner Sinnlichkeit. Gefühle, die für die Wissenschaft heute noch voller Rätsel sind. Steine, mit einer ganz besonderen Ausstrahlung und Bedeutung, in positiven und negativen Linien, vor Jahrtausenden angelegt. Wandeln auf den Spuren von Göttin Raetia. Ihre geheimnisvolle, steinerne Botschaft ergründen, Kraft aus dem Verborgenen schöpfen. Quelle: Vorarlberg-Alpenregion
Text: Arno Huber; Fotos: Maria Speckle, Gisela Stein, Arno Huber,





















































