Übersaxen – S. Gulmalpe – Ü. Gulmalpe

Übersaxen – S. Gulmalpe – Ü. Gulmalpe

Am Donnerstag, 27.11.2025 um 09.00 Uhr fuhren wir mit dem Zug S1 von Feldkirch nach Rankweil und dann mit dem Landbus 496 nach Übersaxen Bushaltestelle Gemeindeamt (898 m). Bei kaltem Wetter, mit Hochnebel und leichter Bewölkung, starteten wir unsere Winterbergwanderung beim Gemeindeamt (Vbg. Wander Wegweiser, VWW 90.01). Auf einem schneebedeckten Güterweg wanderten wir aufwärts zum Glath Ausblick 943 m (VWW 90.26). Da Hochnebel vorherrschte war leider auch kein Ausblick möglich. Bei der Abzweigung zur Annakapelle (VWW 72.45, 941 m) verließen wir den verschneiten Güterweg und auf einem schneebedeckten Waldpfad wanderten wir durch den Wald aufwärts nach Marba bzw. Matennaweg (978 m). Auf dem Matennaweg wanderten wir in Richtung St. Anna Kapelle. Neben dem Matennaweg musste eine zugeschneite Sitzbank als Fotomotiv herhalten. Hier genoss „Bänkler“ Franz seinen lustigen Fotoauftritt auf der winterlichen Sitzbank. Schnell merkte er aber, dass sein Hosenboden auf der schneebedeckten Sitzbank kalt und feucht wurde und so konnte er nicht alle Wanderdamen zum epochalen Fototermin bitten. Bald erreichten wir die St. Anna Kapelle (977 m) und die Wegkreuzung beim Trafo am Weiherberg (1.017 m). Am kleinen Fischweiher vorbei ging es zum Moorgebiet hinauf. Hier hob sich der Hochnebel etwas und man konnte den Gipfel der Drei Schwestern (2.053 m) erkennen. Waltraud und dann Gerold machten dankenswerterweise die Wanderspitze und erstellten im tieferen Schnee eine Spur nach oben hinauf zur Satteinser Gulmalpe. Bei der Satteinser Gulmalpe (1.106 m) packten wir unsere Jause aus und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen und zwischen den einzelnen Wolkenfetzen konnte man folgende Bergspitzen von links nach rechts erkennen. Zimba (2.643 m), Hohe Köpfe (2.300 m), Goppaschrofen (1.781 m), Drei Schwestern (2.053 m), Margelchopf (2.163 m), Hinterrugg (2.306 m), Oberzehe (2.170 m), Altmann (2.435 m) und Säntis (2.502 m). Besonders unsere zwei talentierten Landschaftsfotografinnen, Gisela und Waltraud machten, vom Holzzaun der Alpe aus, Bilder von der faszinierenden Landschaft mit ihrem schnell dahinziehenden Wolkenspiel. Alsbald brachen wir auf um auf dem schneebedeckten Güterweg zur Übersaxner Gulmalpe aufwärtszuwandern. Unterwegs konnten wir die schneebedeckten und vom Sonnenlicht angestrahlten Bäume und Tannen beobachten. „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“. (Khalil Gibran). Aber besonders die sonnenbeschienen Tannen im Gulmwald hatten ihre Tücken auf dem Schneepfad. Speziell Barbara hatte einen feinen Gehörsinn, denn plötzlich blieb sie stehen und schon rauschte von den verschneiten Tannen eine kleine „Schneelawine“ vor ihr herunter. Barbara wäre fast unter der aufwirbelnden Schneewolke verschwunden und ihre Redegewandtheit stockte für einen Moment. Wir hatten den höchsten Punkt (1.232 m) unserer Schneewanderung erreicht und als wir aus dem Wald heraustraten, konnten wir die wunderschöne, in die Winterlandschaft eingebettete, Übersaxner Gulmalpe (1.226 m) sehen. Im Hintergrund konnte man den Oberen Bonacker in ca. 1.200 m Höhe im Laternser Tal und im leuchtenden weißen Schneekleid den Hohen Freschen (2.004 m) betrachten. Von nun an wanderten wir auf einem Schneepfad abwärts, links beim Gröllerkopf vorbei, Richtung Gartisalpe. Dann tauchten wir wieder in den Hochnebel ein und vor der Gartisalpe (1.065 m) bogen wir links zum Weiherberg (1.017 m) und zur St. Anna Kapelle (977 m) ab. Von der St. Anna Kapelle wanderten wir auf dem verschneiten Waldpfad (Schwierigkeit T1) in Richtung Romanshöhe (990 m). Von dort bogen wir links ab, um wieder zu unserem Ausgangspunkt dem Gemeindeamt Übersaxen (VWW 90.01, 898 m) zurückzukehren. Vom Ortsplatz Übersaxen hatten wir einen wundervollen Blick zu den Kreuzbergen bzw. Chrüzberge (1.884 m – 2.065 m I-VIII) zum Altmann (2.435 m) und Säntis (2.502 m) in der Schweiz, die unterhalb der Gipfelspitzen von einem Nebelband umschlungen wurden. Mit dem Landbus 496 fuhren wir von Übersaxen zum Bahnhof Rankweil und von dort mit dem Zug nach Feldkirch.

Siehe Vorarlberger Wanderweg Standortblatt (VWW):
Beachten Sie bitte die auf jeder Tafel die kleingedruckte Standort-Nummer (z.B. VWW 90.01).
https://data.vorarlberg.gv.at/raumplanung/wanderweg_standortblatt/

Pos.01.) Übersaxen, Anbrg. Ecke Kirchgasse_Baschggasse, Übersaxen 898 m, VWW 90.01 (START der Wanderung)
Pos.02.) Übersaxen, Anbrg. Abzweigung Glathweg, VWW 90.21

Pos.03.) Übersaxern, Anbrg. Glath, Abzw. Satteins, Glath 927 m, VWW 90.02
Pos.04.) Übersaxen, Anbrg. Glath, Abzw. Fähneleweg, VWW 90.03
Pos.05.) Übersaxen, Anbrg. bei Bank am Glath-Ausblick, Ausblick Glath 943 m, VWW 90.26
Pos.06.) Satteins, Anbrg. Weg Düns – Glath – Übersaxen Abzw. zur Annakapelle, VWW 72.45
Pos.07.) Marba, Matenaweg, Übersaxen-Anna-Kapelle Übersaxen
Pos.08.) Übersaxen, Anbrg. Parkplatz St.Annakapelle Verzweigung, Fähnele Satteins, VWW 90.39
Pos.09.) Übersaxen, Anbrg. L 73, Querung b. Annakapelle, St. Anna-Kapelle 977 m, VWW 90.09
Pos.10.) Übersaxen, Anbrg. Wegkreuzung bei Trafo, Weiherberg 1.017m, VWW 90.10
Pos.11.) Satteins, Anbrg. Abzweigung Fußwege, Satteinser Gulmalpe 1106 m, VWW 72.18
Pos.12.) Übersaxen, Anbrg. Gulmalpe, Abzw. Satt. Gulm, Übersaxner Gulmalpe 1226 m, VWW 90.11
Pos.13.) Übersaxen, Anbrg. Wegteilung unterhalb der Gulmalpe, VWW 90.27
Pos.14.) Übersaxen, Anbrg.  Abzweigung Gartis-Alpe. VWW 90.22
Pos.15.) Übersaxen, Anbrg. Wegkreuzung bei Trafo, Weiherberg 1.017m, VWW 90.10
Pos.16.) Übersaxen, Anbrg. L 73, Querung b. Annakapelle, St. Anna-Kapelle 977 m, VWW 90.09
Pos.17.) Übersaxen, Anbrg. Rufis, Abzw. Romanshöhe, Rufis 988 m, VWW 90.08
Pos.18.) Übersaxen, Anbrg. Wegteilung Berggässle, VWW 90.37
Pos.19.) Übersaxen, Anbrg.  L 73 Abzweigung Berggasse, VWW 90.07
Pos.20.) Übersaxen, Anbrg. Ecke Kirchgasse_Baschggasse, Übersaxen 998 m, VWW 90.01 (ENDE der Wanderung)

 Zur Information:
Bergwanderung, min. Höhe 896 m, max. Höhe 1.232 m, Distanz 9,42 km, Höhenmeter Anstieg 402 m, Höhenmeter Abstieg 394 m, in Bewegung: 03 h 03 min
251127 V50plus Übersaxen-S. Gulmalpe-Ü. Gulmalpe-Übersaxen, BF, 27.11.2025

Text: Arno Huber;
Fotos: Gisela Stein, Arno Huber