Wanderung durchs Argental

Am 2. Juni erreichten wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gegen 11:00 Uhr Au im Bregenzerwald. Der Wetterbericht hatte für diesen Tag möglichen Regen angekündigt, was wohl der Grund für einen etwas kleineren Teilnehmerkreis war.

Gleich zu Beginn unserer Wanderung durch das Argental kamen wir an einem der heute noch aktiven Kleinkraftwerke vorbei. Von ursprünglich 120 Anlagen in Vorarlberg sind noch  rund 40 in Betrieb. Mit dem Wasser des Argenbachs wird mittels einer Francis-Turbine Strom für etwa 80 Haushalte erzeugt.

Auf einer Forststraße wanderten wir in Richtung Argenschlucht. Kurz vor der Schlucht stiegen wir über einen Waldpfad zur Damülser Straße hinauf. Immer wieder faszinierten uns die Ausblicke in die Schlucht sowie die markanten Gesteinsschichtungen der hohen Felswände. Hochwasser und Felsstürze prägten in der Vergangenheit den Bachlauf und gaben dem Gewässer seinen Namen – den „argen“, also wilden und gefährlichen Bach.

Nach der Querung der Damülser Straße führte uns der Weg durch das Naturschutzgebiet „Auer Ried“ über den Graf-Salm-Steg zurück zum Ausgangspunkt. Zwar mussten wir kurz den Regenschutz aus dem Rucksack holen, doch das gehört beim Wandern manchmal einfach dazu.

Nach knapp drei Stunden Gehzeit und rund 220 Höhenmetern waren Hunger und Durst groß genug für die Einkehr in der „Uralp“. Unser Wanderführer Josef hatte einmal mehr eine Route ausgewählt, die für den Großteil der Gruppe Neuland war. Herzlichen Dank dafür!