Wanderung Schneiderkopf bei Buch
Im Rheindelta Nebel, auf der Höhe Sonnenschein und Temperaturen um die 10 Grad. Das ließen sich 11 50plus Wanderer aus dem Rheindelta nicht entgehen, um bei der Abschlusswanderung 2025 dabei zu sein. Wetterbedingt musste diese Wanderung um eine Woche verschoben werden und so traf man sich am 3.12.2025 am Kirchplatz Höchst. Auf gings mit Fahrgemeinschaft zum Schlossparkplatz in Wolfurt. Die Parkplatzgebühr bezahlt, Wanderschuhe angezogen, ein kleiner historischer Umriss vom Schloss und der Alten Schmiede von unserem Wanderführer Manfred Leipold und schon war die Gruppe nicht mehr zu halten. Auch der Kälte wegen, um sich durch Bewegung wieder etwas aufzuwärmen. Los gings in schnellen Schritten durch den Ippachwald hinauf zum Dreiländerblick. Ein wunderschön geschmückter Christbaum entschädigte uns für den nicht vorhandenen Ausblick zurück in unser Heimatdorf, den Bodensee oder die Schweizer Bergwelt.
Dennoch hatte auch der dichte Nebel etwas Mystisches und die Stimmung war einzigartig. Auch die Hoffnung wuchs auf Sonnenschein, denn man spürte, die Sonne ist stark am Kämpfen, um den Nebel zu durchbrechen. Es dauerte auch nicht lange und es wurde immer heller und heller. Nach wenigen Höhenmetern verschwand der Nebel dann komplett und die wärmenden Sonnenstrahlen ließen sich auf unseren Körper nieder und ein wohliges Gefühl stellt sich alsbald ein. Man sah nur mehr ein Nebelmeer im Tal und schon war die Kälte vergessen. Jacke, Kappe und Handschuhe ausgezogen steuerte man das Ziel „Schneiderkopf“ an. Leider ist das Gipfelkreuz und die Sitzbank so platziert, dass es um diese Zeit im Schatten liegt. Schnell war die Lösung gefunden, ein paar Höhenmeter mehr zum Sendeturm hinauf und sofort wurde der Wanderrucksack geplündert um die mitgebrachte Jause zu verzerren. Man konnte dies bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen tun. Leider konnte man dabei auch beobachten das der Nebel auch die Sonne suchte und immer höher stieg.
Gestärkt mit gutem Essen, Obst, Gemüse und Zirbenschnaps nahte auch schon wieder der Aufbruch. Jedem graute es zwar wieder in die Nebelsuppe einzutauchen, aber auf der Anhöhe zu bleiben ist auch keine Lösung.
Nebelschwaden, Sonnenstrahlen, ein dunkler Wald, Schnee und Eis konnte man auf dem Rückweg in sich aufnehmen. Mystische Farbenspiele gaben immer wieder Anlaß um innezuhalten und Fotos zu machen. Die Natur ist schon etwas Einzigartiges und dies gilt es so lange als möglich zu erhalten in all ihrer Pracht. Über Siegerhalden, der Mostschenke und der Alten Bucherstrasse führte uns der Weg zum Ippach Brünnele. Eine kleine Stärkung zur inneren Wärmung in Form von Zirbengeist gab Kraft um die letzten paar Meter im dichten Nebel zu meistern und wohlbehalten zum Schlossparkplatz zu gelangen.
Jeder freute sich schon auf die warme Gaststube in der Alten Schule in Höchst um bei gutem Essen und Getränken nochmals die Wanderung Revue passieren zu lassen.
Ein Dank an ALLE die das ganze Jahr hindurch mir als Wanderführer die Treue gehalten haben.
Ich freue mich schon auf die Wanderungen 2026 mit Euch. Bis dahin, Frohe Weihnachten und ein gesundes glückliches Neues Jahr 2026.
Leipold Manfred
