Wanderung von Fraxern über das Götzner Moos und Orsanka wieder retour
Den wärmsten und schönsten Tag der Woche nutzten 18 wanderfreudige 50plus-ler um wieder einmal das in Vorarlberg bekannte „Kriase Dorf“ Fraxern einen Besuch abzustatten. Im Zentrum geparkt ging es zuerst einen etwas steileren Anstieg hinauf zum Fußballplatz. Dieser Anstieg wurde durch die herrliche Rundumsicht in das Rheintal, den Walgau und die schneebedeckten Schweizer Berge und den mit Schnee angezuckerten Rätikon belohnt. Kaum zu glauben das es zu den Eisheiligen nochmals soweit herunter schneien konnte, ist doch die Kirschblüte schon längst vorbei und der Ansatz von „Kriase“ deutlich zu sehen. Der Fußballplatz war schnell erreicht und bei der überdachten Obstanlage gab es ein paar Informationen von unserem Wanderführer Manfred zu der Ernte dieser Anlage, zur Bewässerung und zur Vermarktung. Natürlich ließ das Wort „Kriaseschnaps in Fraxern“ nicht lange auf sich warten. Aber wer konnte zu diesem Zeitpunkt erahnen, dass dieses Wort doch noch Wirklichkeit wurde. Der Forstweg durch den Wald war leicht zu begehen und in Windeseile wurde die Anhöhe „Götzner Moos“ auf 1100 m Seehöhe erreicht. Ein Blick zurück auf die angezuckerte Hohe Kugel war schon sehr speziell. Von nun an ging es nur mehr abwärts bis zu einem Holzlagerplatz der bereits auf Klauser Gemeindegebiet lag. Hier kam es zu einer großen Überraschung. Eine Mitwanderin kannte jemand in Fraxern der natürlich auch einen „Kriase Schnaps“ zu Hause hatte. Nach ein paar Telefonaten, wo wir überhaupt sind, tauchte Karl, oder hieß er Kurt ?, der Wegewart von Fraxern mit dem Enkele Johann und einen „Schessawagen“ beladen mit einer Flasche edlen Tropfen von Kriase auf. Er erzählte uns von seiner Tätigkeit als Wegewart und vor allem über die Fraxner Kirschen, die Entwicklung und die derzeitige Situation und Lage. Dabei wurde dieser edle Tropfen auch verkostet. Nach einer Stunde Pause bei herrlichen Sonnenschein wurde Karl für diese tolle Überraschung gedankt, Abschied genommen und weiter ging es Richtung „Hohe Luag“, eine wunderschöne Aussichtsplattform in das Rheintal, den Bodensee und nach Bayern. Vorbei an der Parzelle Orsanka mit herrlich blühenden Magerwiesen, wunderschönen und liebevoll restaurierten Bauerhäuser, Kunstgegenstände im Garten und verschiedene Bauernhoftiere erreichten wir wieder nach einem kurzen Anstieg das Kriase Dorf. Die Fahrt mit dem PKW von Fraxern nach Höchst ist ja wirklich keine Tagesreise und schnell fanden wir uns in der Alten Schule in Höchst wieder. Wir wurden wie immer vorzüglich bekocht und auch Durst musste niemand erleiden. Ein paar dunkle Wolken kündeten den nächsten Wetterumschwung an. Aber vorher erreichten noch alle trocken das Zuhause.
Leipold Manfred
