SB Veranstaltungen & Corona Infos

Liebe Mitglieder!

Wir dürfen Sie informieren, dass wir alle Veranstaltungen die bis Ende Juni geplant waren, sowohl auf Landes- und Ortsebene abgesagt sind. Es steht die Gesundheit unserer Mitglieder im Vordergrund. Wir werden sie dann über unsere Homepage wieder informieren, sobald sich die Lage wieder entspannt hat. Wir bedanken uns bei allen Senioren recht herzlich, dass sie die Maßnahmen der Experten und der Regierung mittragen. Danke!

Werner Huber, Landesobmann und Franz Himmer Geschäftsführer


Aktuelle Informationen vom Seniorenbund zu den neuen Regierungsbeschlüssen bezüglich Corona!

Diese Personen gelten ab sofort laut Gesundheitsministerium als Risikogruppe

Das Gesundheitsministerium legt die genaue Definition fest. Eine Verordnung ebnet Weg für Risikogruppen-Atteste. Rückwirkend seit Mittwoch in Kraft. Kleine Zeitung 7.5.2020

Die Definition der sogenannten Covid-19-Risikogruppe ist am Donnerstag vom Gesundheitsministerium in Form einer Verordnung offiziell gemacht worden. In Kraft trat sie bereits am gestrigen Mittwoch. Das bedeutet, dass Risiko-Atteste mit Wirksamkeit ab diesem Datum ausgestellt werden können, vor allem für Personen mit chronischen Grunderkrankungen wie Nieren-, Lungen- oder Herzerkrankungen.

Folgende Personen sind betroffen

Sehr detailliert legt die Verordnung fest, welche medizinischen Indikatoren die Zuordnung zur Covid-19-Risikogruppe rechtfertigen. Dazu gehören etwa Personen mit  “fortgeschrittenen funktionellen oder strukturellen chronischen Lungenkrankheiten, die eine dauerhafte, tägliche, duale Medikation benötigen”, wie pulmonale Hypertonien, Mucoviscidosen und zystische Fibrosen sowie COPD im fortgeschrittenen Stadium.

Weiters betroffen sind Personen mit chronischen Herzerkrankungen mit Endorganschaden, die dauerhaft therapiebedürftig sind, wie das etwa bei ischämischen Herzerkrankungen sowie Herzinsuffizienzen der Fall ist.

Als dritter Indikator werden in der Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) “aktive Krebserkrankungen mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie metastasierende Krebserkrankungen auch ohne laufende Therapie” genannt.

Erkrankungen, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression behandelt werden müssen, machen Betroffene ebenso zum Teil der Risikogruppe für eine Coronavirus-Infektion. Dazu zählen nach den ausgearbeiteten Indikatoren des Gesundheitsministeriums Knochenmarks- und Organtransplantationen, eine dauernde Kortisontherapie, eine Immunsuppression (jeweils unter bestimmten Bedingungen) und HIV mit hoher Viruslast.

Menschen mit einer fortgeschrittenen chronischen Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz, Nierenersatztherapie, Nierentransplantation) zählen ebenfalls nur Risikogruppe. Chronische Lebererkrankungen mit Organumbau und dekompensierter Leberzirrhose werden in der Verordnung ebenso als Risiko-Indikator angeführt wie ausgeprägte Adipositas ab dem dritten Grad und einem Body-Mass-Index größer oder gleich 40.

Weiters zählen Betroffene der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) zur Risikogruppe, je nach Typ der Krankheit und je nach Laborwerten und Organschäden. Als neunten Indikator beinhaltet die Verordnung “arterielle Hypertonie mit bestehenden Endorganschäden, insbesondere chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, oder nicht kontrollierbarer Blutdruckeinstellung”.

Risiko-Attests

Abgesehen von diesen “medizinischen Indikationen ist die Ausstellung eines Covid-19-Risiko-Attests nur dann zulässig, wenn sonstige schwere Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen vorliegen”, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf einer Corona-Erkrankung annehmen lassen, regelt die Verordnung. Diese Bewertung liegt dann im Ermessensspielraum des behandelnden Arztes und ist “entsprechend zu begründen und zu dokumentieren”.

Für Mitglieder der Risikogruppe gelten während der Coronakrise Ausnahmeregeln. So sollen sie zum Schutz vor einer Ansteckung von der Arbeit freigestellt werden oder wenn möglich von zu Hause arbeiten. Betroffene sollen vom Sozialversicherungsträger über ihren Status informiert werden, der Arzt kann dann ein Risiko-Attest ausstellen.

“Die uneingeschränkte Reisefreiheit, wie wir sie gekannt haben, wird es nicht geben, solange es keinen Impfstoff gibt”, sagt Sebastian Kurz. Die Opposition sieht nun die Reisefreiheit in Gefahr.

51 Prozent der Menschen in Österreich vermissen das Reisen, ergab eine Gallup-Umfrage, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Bis sie aber wieder reisen dürfen, könnte es noch lange dauern: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte in einem Interview mit den Bundesländerzeitungen (Sonntagsausgabe): „Solange es keine Impfung oder keine wirksamen Medikamente gibt, wird uns diese Krankheit begleiten. So lange wird es auch die uneingeschränkte Reisefreiheit, wie wir sie gekannt haben, nicht geben.“

Heißt das, man darf bis dahin nicht mehr ins Ausland fahren oder Menschen nach Österreich reisen dürfen? Der Kanzler kann sich nicht jedenfalls vorstellen, „dass wir in Österreich diese Krankheit besiegen und sie dann fahrlässig aus anderen Ländern wieder importieren“. Wie die „Zeit im Bild“ aus dem Bundeskanzleramt erfuhr, soll es aber kein generelles Reiseverbot geben, sondern Beschränkungen sollen für Risikoländer gelten, die erst definiert werden müssten.

Reisewarnungen für Risikogebiete

Auch Außenminister Alexander Schallenberg vertrat am Sonntag eine ähnlich restriktive Linie: „Selbst wenn wir dem Coronavirus in Österreich Herr geworden sind, werden wir nicht unmittelbar zu uneingeschränkter Reisefreiheit zurückkehren können.” Man müsse davon ausgehen, „dass einige Länder noch länger brauchen werden, um das Virus unter Kontrolle zu bekommen und daher weiterhin als Risikogebiete gelten werden” meinte Schallenberg. “Davor müssen wir uns alle schützen.” Im Außenministerium werde man die Reisewarnungen auch in Zukunft laufend der Gefahrenlage anpassen.

Die offenen Grenzen Europas wieder zu gewährleisten, nannte Kurz in dem Interview mit den Bundesländerzeitungen als langfristiges Ziel, warnt aber: